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17. Dezember 2011

Weiter Ärger mit dem Hundekot

Bollschweil schafft Spender ab.

BOLLSCHWEIL (sf). Auf Vorschlag von Bürgermeister Josef Schweizer beschloss jetzt der Bollschweiler Gemeinderat, die vor drei Jahren im Ortsgebiet aufgestellten Tütenspender für Hundekot wieder abzubauen. Die Hinweistafeln mit Informationen, warum Hundekot in der Landschaft nichts zu suchen hat, sollen stehen bleiben und die Tüten werden im Rathaus bereitliegen, für Hundehalter, die das befolgen wollen.

Die Spender aber sollen wegkommen, weil viele Hundehalter die Tüten zwar benutzen, um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere aufzunehmen, die gefüllten und verknoteten Tüten dann aber liegen lassen. So kommt es, dass sich Grundstücksbesitzer und auch die Bauhofarbeiter nun mit verpacktem Hundekot herumärgern müssen.

Dem Beschluss ging im Rat eine intensive Diskussion voraus. Burkhard Sumser (Bürgerliste) fand es unakzeptabel, "klein beizugeben" und ein Problem, das nach wie vor besteht, nicht zu lösen, worauf Christiane Leuther (Bürgerforum) entgegnete: "Das System mit den Tütenspendern ist einfach nicht praktikabel. Die Tüten bleiben nicht nur liegen, auch werden die Spender laufend beschädigt und es liegen leere Tüten drum herum." Die Verwaltung griff von Vorschläge Hanspeter Moll (Bürgerliste) und Peter Loreht (Bürgerforum) auf, allen Hundehaltern mit dem Hundesteuerbescheid 2012 ein Schreiben, das über die Gefahren durch Hundekot aufklärt, und Kottüten zukommen zu lassen.

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Tütenspender und Hinweistafeln aufzustellen war ein Vorschlag des Ortsvorsitzenden des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes und damaligen Bollschweiler Gemeinderats Valentin Sonner. Ihm ging es vor allem darum, Hunde von landwirtschaftlichen Kulturen abzuhalten. Besonders problematisch ist Hundekot in Reb- und Obstanlagen sowie auf Gemüsefeldern, weil die Landwirte möglicherweise bei den Arbeitsgängen diesen Unrat mit den Stiefeln aufnehmen und in ihre Betriebsgebäude eintragen. Weiter ist die Verunreinigung von Wiesen ein Problem, auf denen Landwirte Rinder- oder Pferdefutter gewinnen. Die Nutztiere könnten Parasiten wie den Hundebandwurm und Keime aufnehmen.

Autor: sf