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22. September 2008 14:12 Uhr
Tag der offenen Tür
Geschicklichkeit und Mut sind gefragt
Mit einem Tag der offenen Tür stellte sich die Bonndorfer Jugendherberge der Bevölkerung vor und weihte in diesem Zusammenhang den neu installierten Hochseilgarten auf dem Außengelände ein, der im Rahmen des gleichzeitig eröffneten Natursportparks Bonndorf entstand.
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Lauftreffleiter Reiner Howe und Bürgermeister Michael Scharf hatten bei der Eröffnung des Natursportparks alle Hände voll zu tun, bis sämtliche Schilder enthüllt oder angebracht und Bänder durchschnitten waren. Foto: Martha Weishaar
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Die jungen Radsportler geben anlässlich der Eröffnung des Funbikeparks gleich eine Kostprobe ihres oft atemberaubend waghalsigen Könnens. Foto: Martha Weishaar
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Pfarrer Mathias Geib und sein katholischer Amtsbruder Eckart Kopp segneten anlässlich der Eröffnung des Natursportparks den Hochseilgarten bei der Jugendherberge. Foto: Martha Weishaar
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Kerstin Werner, Tochter der Jugendherbergseltern, wagte sich als erste in luftige Höhen des Hochseilgartens. Foto: Martha Weishaar
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Lauftreffleiter Reiner Howe erläutert die einzelnen Stationen des Fitparks, an dessen Geräten um den neu angelegten Kunstrasenplatz gekräftigt und gedehnt werden kann. Foto: Martha Weishaar
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Bürgermeister Michael Scharf geht mit gutem Beispiel voran, wie diese Übung zur Stabilisation der Becken- und Rumpfmuskulatur zeigt. Foto: Martha Weishaar
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Auch TuS-Vorsitzender Siegfried Schwenninger bleibt nicht verschont und darf im Fitpark gleich seine Bauchmuskulatur testen. Foto: Martha Weishaar
BONNDORF (mhw). Mit einem Tag der offenen Tür stellte sich am Sonntag die Bonndorfer Jugendherberge der Bevölkerung vor und weihte in diesem Zusammenhang den neu installierten Hochseilgarten auf dem Außengelände ein, der im Rahmen des gleichzeitig eröffneten Natursportparks Bonndorf entstand.
Pfarrer Mathias Geib segnete gemeinsam mit seinem katholischen Amtsbruder Eckart Kopp die neue Freizeitanlage, die auch von externen Besuchern genutzt werden kann. Der evangelische Geistliche spannte dabei den Bogen zu Fragen nach der Grenze von Spaß zur Sucht bei immer neuen "Kicks". Im Hochseilgarten können Gaben wie Mut, Geschicklichkeit, Koordination, Bedächtigkeit und Vorsicht ausprobiert werden, wobei in dem Partnerparcours die gegenseitige Verantwortung eine große Rolle spielt. Hier findet der Einzelne Grenzen, die ihn stärken und reifen lassen.Helmut Raviol, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks, ließ die Geschichte der Bonndorfer Einrichtung Revue passieren. 740 356 Übernachtungen in der Jugendherberge brachten in den vergangenen 30 Jahren 180 053 Gäste nach Bonndorf. Raviol erachtet dies als beträchtliche Werbung für die Stadt, die einiges zu bieten hat. Nachdem das Jugendherbergswerk das vormalige Kindererholungsheim in der Waldallee im Januar 1978 auf Pachtbasis übernommen hatte, zählte man im selben Jahr 35 938 Übernachtungen. Diese Zahl steigerte sich in den 80er Jahren auf mehr als 40 000. Aufgrund wechselhafter Entwicklungen reduzierte sie sich allmählich auf 12 730 Übernachtungen im Jahr 2007. Diesem Trend will man entgegensteuern und durch stetige Weiterentwicklung sowie immense Investitionen den Standort Bonndorf als eine von insgesamt 55 Jugendherbergen in Baden-Württemberg erhalten.
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1,56 Millionen Euro wurden Ende der 90er Jahre in die Sanierung des "Märchenhauses" sowie die Teilsanierung des Haupthauses investiert. Außerdem wurde das ehemalige Schwimmbad zum Seminar- und Musikraum umgebaut. Mit dem Hochseilgarten hoffen die Jugendherbergseltern Karl-Heinz und Marion Werner nun wiederum andere Nutzer anzuziehen. Bürgermeister Michael Scharf dankte sowohl dem Landesverband als auch der Jugendherbergsleitung und dem kooperierenden Freiburger Verein Outside, dass der Hochseilgarten in den Natursportpark eingebunden wird. Die Stadt Bonndorf beteiligte sich mit 5000 Euro an der Errichtung desselben. Mut bewies Kerstin Werner, die sich anlässlich der Einweihung als Erste in die luftigen Höhen des Parcours wagte. Im Lauf des Tages bildeten sich allerdings lange Warteschlangen von kletter- und balancierfreudigen Sportsfreunden, die sich nicht in dem Maß zierten wie die offizielle "Besichtigungsrunde". Die Anlage ist kein Abenteuerparcours, sondern als Team- oder Partnerparcours konzipiert, in welchem unter Anleitung erfahrener Mitarbeiter des Outside e.V. bei so genannten Lernevents unter anderem Gruppenprozesse in Gang kommen und Vertrauen geschult wird.
Auf dem großzügigen Freigelände war für die vielen interessierten Besucher außerdem einiges geboten: Je nach Alter konnte man sich im Niedrigseilgarten oder Sinnesparcours versuchen, Baumklettern, Bogenschießen, Ponyreiten, oder sich im Wettstreit beim Sackhüpfen, Eierlauf und Bobbycar-Parcours testen. Der Bonndorfer Skiclub sowie die Wutacher Bergwacht bewirteten, wobei Letztere zudem ihr medizinisches und technisches Gerät vorstellten. Freilich bestand auch Gelegenheit, sämtliche Räumlichkeiten der Jugendherberge in Augenschein zu nehmen, vom ansprechend gestalteten Doppelzimmer bis zu Gruppenübernachtungsräumen oder Tagungs- und Speisesälen. Bei einer Bettenkapazität von 186 wirken hier neben den Herbergseltern eine Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte sowie zwei Zivildienstleistende mit. Marion und Karl-Heinz Werner leiten die Jugendherberge seit zwei Jahren, haben allerdings die klare Vorgabe, die Übernachtungszahlen massiv zu steigern, da ansonsten die Schließung der Bonndorfer Einrichtung erwogen wird.
Autor: mhw


