In der Schwimmbadstraße herrscht Spannung

Martha Weishaar

Von Martha Weishaar

Mi, 16. Januar 2019

Bonndorf

Erste E-Ladesäule an der Stadthalle soll Elektromobilität Auftrieb verleihen.

BONNDORF (mhw). Die Elektromobilität ist in Bonndorf angekommen. Seit gut einem Monat können an einer Ladesäule am Parkplatz bei der Stadthalle Elektrofahrzeuge geladen werden. Die Ladesäule werde gut frequentiert, bestätigt auf Nachfrage der BZ Nils Hoesch, der bei der EnergieDienst Holding AG in Rheinfelden für den technischen Bereich Elektromobilität zuständig ist.

Der Standort wurde mit der Stadtverwaltung abgestimmt. Dabei spielte sowohl die zentrale Lage eine Rolle als auch die technische Anforderung, die Ladesäule möglichst nahe an einem Netzübergabepunkt zu installieren. Die Ladesäule verfügt über zwei Ladepunkte mit einer Leistung von 22 Kilowatt (kW) und ist roamingfähig. Das heißt, auch Ladenetzkunden anderer Betreiber können sie mit ihren Zugangskarten nutzen. Spontane Nutzer, also Durchreisende, können sich über einen QR-Code den Zugang freischalten.

Ladevorgang dauert bis zu vier Stunden

Je nachdem, was für ein Fahrzeug mit welcher Akkukapazität vollgeladen werden soll, dauert der Ladevorgang üblicherweise zwischen eineinhalb und vier Stunden. Der Techniker nennt hierzu Beispiele: Ein Kleinwagen mit einer 20- oder 40-kW-Batterie, der mit einer Leistung 22 Kilowatt geladen wird, müsste in eineinhalb bis zwei Stunden voll sein und habe dann wieder eine Reichweite von 250 bis 300 Kilometer.

Ein etwas größeres Fahrzeug der Kompaktklasse könnte bei einer angenommenen Ladekapazität von elf Kilowatt auch doppelt so lange brauchen, bis die Batterie wieder vollständig geladen sei, erläutert Nils Hoesch weiter. Üblicherweise werden Fahrzeuge bereits mit halb voller Batterie wieder geladen, entsprechend verkürze sich die Zeit fürs "Auftanken". Die Bezahlung für den Ladevorgang erfolge schließlich denkbar einfach und bargeldlos. Wer ein Kundenkonto bei der EnergieDienst Holding AG hat, bezahlt über einen Chip oder ein anderes Identifikationsmedium.

Die Energiedienst Holding AG ist noch mit dem Aufbau ihres Ladesäulennetzes in Südbaden beschäftigt, informiert das Unternehmen. Die 33 neuen Ladesäulen sind Teil eines Förderprogramms des Bundes beziehungsweise des Landes Baden-Württemberg. Ziel sei es, spätestens im April dieses Jahres alle zehn Kilometer eine Ladesäule installiert zu haben. Wobei freilich die Besiedlungsdichte eine Rolle spiele.

Außer an der Bonndorfer Stadthalle gibt es derzeit in der näheren Umgebung eine Ladesäule beim Golfplatz Obere Alp, beim Heimatmuseum Hüsli in Grafenhausen sowie in Schluchsee. Die Standorte der Ladestationen finden sich auch im Internet.