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21. März 2017

Bonndorf

Landfrauen leisten wertvolle Arbeit

250 Landfrauen aus 19 Vereinen beim Bezirkslandfrauentag.

  1. Zahlreiche Ehrungen von neuen oder langjährigen Vorstandsmitgliedern der 19 Landfrauenvereine im Bezirk nahmen Susanne Schmidt-Barfod (hinten links) und Karola Morath (hinten rechts) vor: Die Geehrten (hintere Reihe v.l.): Manuela Dörflinger, Claudia Scharf, Heidi Siebler, Gerda Kehl, Chris Güntert, Ursula Hauck, (vorne v.li.) Margot Utz, Cordula Hofmeier, Erika Schübel und Heike Badran. Foto: Erhard Morath

  2. Die glückliche Siegerin im Schätzspiel war Brigitte Schumpp aus Untermettingen (2.v.l.). Sie durfte die Glückwünsche von Karola Morath und Susanne Schmidt-Barfod entgegen nehmen. Da gleich drei Frauen richtig getippt hatten, fungierte als Glücksfee die Bundestagsabgeordnete Gabriele Schmidt (rechts). Foto: Erhard Morath

  3. Sechs Landfrauen aus Wittlekofen unter dem Pseudonym „s’Schachtle-Ballett“ sangen sich mit ihren frechen, humorvollen und selbstverfassten Liedstrophen in die Herzen des Publikums (v. l.): Eva Jost, Cilly Büntert, Claudia Eichkorn, Bärbel Nägele, Sabine Nägele und Andrea Kromer. Foto: Erhard Morath

  4. Rund 250 Landfrauen waren zur Bezirksversammlung in der Bonndorfer Stadthalle gekommen. Foto: Erhard Morath

BONNDORF. Zum Bezirkslandfrauentag trafen sich am Samstag in der Bonndorfer Stadthalle 250 Landfrauen aus 19 Vereinen der Region. Eine bunte Mixtur aus Informationen, Unterhaltung und informellem Gedankenaustausch betreut von Mitgliedern der Landfrauenvereine Bonndorf und Wittlekofen und unter Regie von Karola Morath und Susanne Schmidt-Barfod kam bei den Besucherinnen samt einiger männlicher Gäste bestens an. Dies spiegelte sich sowohl im Beifall als auch in mehreren Grußworten wieder.

Eröffnet wurde die Bezirksversammlung wie üblich mit einer ausgiebigen Kaffee- und Kuchengenussrunde, garniert mit frohgelaunten Willkommensgrüßen von Karola Morath und dem Hausherren, Bürgermeister Michael Scharf. "Er sei stolz, dass nach der BLHV-Versammlung nun auch die Landfrauen sich die neue Stadthalle als Tagungsstätte ausgewählt hatten", so der Bürgermeister.

Karola Morath gab bekannt, dass "ihr" Bezirk nun offiziell und vom Verband anerkannt "Landfrauenbezirk Bonndorf im Schwarzwald" heiße (Anmerkung der Redaktion: bis dahin "Stühlingen"). Er besteht aus 19 Ortsvereinen mit 1084 Landfrauen. Umfassend berichtete sie vom Delegiertentag in Hausach, dem neuen Anspruch einer "Übergangspflege" und über Voraussetzungen und Möglichkeit, Bildungszeiten in Anspruch nehmen zu können. Der Bezirk ist seit neun Monaten Mitglied im Trägerverein des Frauen- und Kinderschutzhauses in Waldshut-Tiengen und wird sich im Oktober dieses Jahres an den Frauenaktionswochen "Frauen in Freiheit" beteiligen.

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Rolf Ziegler, kein ganz unbekannter Referent in der Landfrauenszene, gab in seinem Vortrag zur Entwicklung persönlicher und familiärer Werte der Zukunft zahlreiche Beispiele über deren Wandel und Zerfall zum Besten. Seine sehr subjektiven Thesen zeichneten ein düsteres Bild der Gegenwart. An den Pranger stellte er unter anderem den Vatikan, die Pharmaindustrie, Ärzteschaft, CIA, Multikulti, den Zerfall der Sprachkultur und die Medien. Sein Lob am Ende galt – nicht ganz unerwartet – den Landfrauen und den Menschen abseits von Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt. Er erwähnte auch einige mutige Unternehmen, die sich in Sachen Wertebewahrung und -vermittlung neu orientieren würden. "Zeigen sie sich als Landfrauen, seien sie stolz auf sich", so sein finaler Appell an seine Zuhörerinnen.

Eine öffentliche Ehrung erhielten langjährig aktive Landfrauen aus Wangen, Gündelwangen und Raitenbuch, gleichzeitig präsentierten sich deren Nachfolgerinnen als Vorstandsfrauen und -teams unter dem Applaus der Delegierten. Für Kurzweil und Schmunzeln sorgten verschiedene "Künstlerinnen" aus Bonndorf und Wittlekofen mit Sketchen und Musikdarbietungen. Dazu passten auch das gemeinsam gesungene Landfrauenlied und das obligate Schätzspiel. Die Antwort auf die Frage "Wie viele ineinander verschachtelte Hände sind auf einem Poster zu sehen?" hatten gleich drei Teilnehmerinnen mit 71 richtig erraten. Nach einem erforderlichen Losentscheid durften sich Brigitte Schumpp aus Untermettigen über einen nahrhaften Sachpreis und der Tafelladen über den Reinerlös von rund 250 Euro freuen.

In Grußworten meldeten sich mit Dank und Anerkennung Michael Martin, Geschäftsführer beim BLHV Waldshut, Gabriele Schmidt und Thomas Dörflinger, beide Mitglieder des Bundestages, und Susanne Schmidt-Barfod, u.a. auch Mitglied des Freiburger Verbandspräsidiums, zu Wort.

Am Ende – um 17 Uhr – hieß es aufräumen und sauber machen, denn unmittelbar nach der Landfrauenversammlung hatte sich der Blasmusikverband Hochschwarzwald mit seiner nicht weniger wichtigen Tagung angemeldet.

Autor: Erhard Morath