Neues Buskonzept tritt am Montag in Kraft

Juliane Kühnemund

Von Juliane Kühnemund

Fr, 08. Dezember 2017

Bonndorf

Alle Schulbusse und Linienbusse fahren dann den zentralen Busbahnhof in der Schwimmbadstraße beim Bildungszentrum an / Mehr Sicherheit für Fahrschüler.

BONNDORF UND UMLAND. Ab Montag, 10. Dezember, gilt der neue Busfahrplan und mit dem neuen Fahrplan startet auch das neue Bushaltestellenkonzept der Stadt Bonndorf. Alle Busse – egal welcher Linien – werden dann den zentralen Busbahnhof in der Schwimmbadstraße beim Bildungszentrum ansteuern. Dort bestehen dann auch Umsteigemöglichkeiten in alle Richtungen.

Hintergrund dieses neuen Haltestellenkonzeptes ist die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler. Die Zahl der Fahrschüler hat sich in den vergangenen Jahren nämlich kontinuierlich erhöht. Derzeit sind es mehr als 450 Kinder und Jugendliche, die die Schulbusse nutzen. Mit dem Ausbau der Parkbuchten in der Schwimmbadstraße hat die Stadt die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass ausreichend Platz vorhanden ist, mit dem Bau eines Verbindungsweges zwischen dem Grundschulhof und dem Schulhof von Werkreal- und Realschule können zudem die Grundschüler sicher zur zentralen Haltestelle laufen.

Wie Ingo Bauer, Busunternehmer und Gemeinderat, in einem Pressegespräch erläuterte, fallen die bisherigen Haltestellen am Martinsgarten und an der Grundschule weg. Er machte auch darauf aufmerksam, dass nicht nur die Schulbusse, sondern alle Buslinien inklusive des Wanderbusses künftig von der zentralen Haltestelle in der Schwimmbadstraße aus starten. An diesem zentralen Busbahnhof treffen alle Linien zusammen und es gibt auch Umsteigemöglichkeiten in alle Richtungen, sagte Bauer, der überzeugt davon ist, dass dieses Konzept für die Fahrgäste Vorteile bringt, weil es einfach und übersichtlich ist.

Natürlich werde es in Bonndorf weitere Ein- oder Ausstiegsmöglichkeiten geben, so Bauer weiter. Wer beispielsweise den Bus nach Stühlingen nehmen will, der kann – außer in der Schwimmbadstraße – auch die Haltestellen bei der alten Post und im Obertal nutzen. Richtung Neustadt wird es eine zusätzliche Haltestelle im Bereich der ZG geben und Richtung Grafenhausen kann beim Schwarzwaldhotel, in der Allmendstraße bei Dunker oder am Abzweig Schlehenweg zugestiegen werden. Wie bereits erwähnt werden aber die Haltestellen Martinsgarten und Grundschule wegfallen. Diese werden aber nicht zurückgebaut, da sie bei Veranstaltungen in der Schwimmbadstraße (Schlossfest, Märkte), wenn die Straße gesperrt ist, noch benötigt werden.

Nach den Informationen von Ingo Bauer werden ab Montag fast stündlich Busse in alle Richtungen vom zentralen Halt in der Schwimmbadstraße starten. Bauer empfiehlt den Fahrgästen, sich im Vorfeld nochmals über den neuen Fahrplan zu informieren. Fahrpläne können in jedem Bus für 1 Euro erworben werden. Infos über den SBG-Fahrplan gibt’s natürlich auch online.

Noch einmal zurück zur Sicherheit der Schüler. Noch ist der Verbindungsweg zwischen Grundschule und Schwimmbadstraße im Bau. Nach den Worten Bauers wird der Weg aber bis kommenden Montag begehbar sein. Zunächst wird eine Schotterschicht aufgebracht, am 18. Dezember soll der Weg dann geteert werden.

Bedenken, dass es zu den Stoßzeiten, wenn für die meisten Schüler der Unterricht beginnt, oder wenn es nach Hause geht, am zentralen Busparkplatz eng werden könnte, hat Ingo Bauer nicht. Bislang habe die Busaufsicht des Bildungszentrums immer gut geklappt, das werde auch künftig so sein, ist sich Bauer sicher. Nichtsdestotrotz richtete er einen Appell an alle Autofahrer. Da Richtung Schwimmbadstraße nun insgesamt mehr Busse verkehren, sollte an den Engstellen (z. B. in der Schlossstraße) nicht geparkt werden. Auf dem Schulhof und auf den Busparkbuchten herrsche sowieso absolutes Parkverbot. Seitens des Ordnungsamtes werden Kontrollen stattfinden, kündigte Bauer an.

Das neue Haltestellen- und Sicherheitskonzept sei für den ÖPNV der Stadt von Vorteil, sagte Ingo Bauer. Man sei sich aber auch darüber im Klaren, dass es für Einzelne auch Nachteile mit sich bringe. Bauer hofft, dass man am Montag dennoch im guten Miteinander in die ersten Betriebswochen starten kann. Für Wünsche und Anregungen, Kritik und Sorgen sei man im Bürgerservice der Stadt und bei der SBG aber jederzeit offen.