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05. Februar 2012 14:32 Uhr

Narrenmusiktreffen

Stadtmusik landet einen Volltreffer

Mit einem Narrenmusiktreffen eröffnete die Stadtmusik den Festreigen anlässlich ihres 200-jährigen Bestehens. Und – sie landete gleich einen Volltreffer mit dieser Idee, mehreren Musikvereinen eine gemeinsame Plattform für "Fasnetsound vom Feinsten" zu bieten.

  1. Bürgermeister Michael Scharf führte mit dem Musikverein Grafenhausen die erste Musikformation zum Monsterkonzert in die Halle. Foto: Martha Weishaar

  2. Launiger Conférencier war einmal mehr Bernhard Podeswa. Foto: Martha Weishaar

  3. Jan Lehmann vom Südwestrundfunk interviewt die zweite Vorsitzende der Stadtmusik, Rosalie Müller. Foto: Martha Weishaar

  4. Die Musiker aus Auffen begeisterten das Publikum. Sie sind offizielle Narrenmusik der Donaueschinger. Foto: Martha Weishaar

  5. Clemens Büche oblag die Gesamtleitung aller 250 Musiker zum Monsterkonzert mit der Slawonickapolka und Hoch Badnerland. Foto: Martha Weishaar

  6. 250 Blasmusiker intonierten ein Monsterkonzert - kältebedingt nicht auf dem Schlossplatz, sondern in der Stadthalle. Foto: Martha Weishaar

  7. Der guten Laune kann sich keiner entziehen. Beim Narrenmusiktreffen wird geschunkelt, getanzt und gesungen was das Zeug hält. Foto: Martha Weishaar

  8. Gleichzeitig singen und Schlagzeug spielen scheint für diesen Musiker aus Auffen kein Problem zu sein. Foto: Martha Weishaar

  9. Stadtmusikvorsitzender Roland Krones zeigt sich froh über den gelungenen Verlauf des ersten Narrenmusiktreffens. Foto: Martha Weishaar

  10. Am liebsten hätten sie gar nicht mehr aufgehört zu spielen: die Neustädter Narrenmusiker mit ihrer Dirigentin Andrea Ketterer. Foto: Martha Weishaar

BONNDORF. Mit einem – landauf, landab ersten – Narrenmusiktreffen eröffnete die Stadtmusik am Samstag den Festreigen anlässlich ihres 200-jährigen Bestehens. Und – sie landete gleich einen Volltreffer mit dieser originellen Idee, mehreren Musikvereinen aus der Umgebung eine gemeinsame Plattform für "Fasnetsound vom Feinsten" zu bieten.

Die Musiker selbst genossen dies sichtlich, kommen doch gerade die Narrenmusiker bei Narrentreffen insofern etwas zu kurz, da dort die Hästräger im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Beim Narrenmusiktreffen in Bonndorf standen nun die Akteure an den Instrumenten im Mittelpunkt. Ausgelassene Partystimmung herrschte von Anfang an sowohl bei den mehr als 300 Musikerinnen und Musikern als auch einem begeisterungswilligen Publikum.

Kältebedingt mussten der Sternmarsch zum Schloss und das dort vorgesehene Monsterkonzert zwar in die Halle verlegt werden, da Blasmusikinstrumente ab drei Minusgraden schräge oder gar keine Töne mehr hervorbringen. Dies tat dem eigentlichen Höhepunkt des Abends jedoch keinen Abbruch. Angeführt von Bürgermeister Michael Scharf, Narrenvater Ralf Krissler, dessen Vize Michael Kech sowie weiteren Narrenräten zogen die Musikvereine Grafenhausen, Auffen, Furtwangen, Löffingen, Neustadt und Gastgeber Bonndorf, ihren jeweiligen Narrenmarsch spielend, in die Halle ein. Hier versammelt gaben alle 250 Musikanten gemeinsam unter Leitung von Clemens Büche Slawonicka-Polka und Hoch Badnerland zum Besten, tatkräftig unterstützt vom singenden Publikum. Zum Klang der jeweiligen Narrenmärsche erfolgte denn auch wieder der Auszug. Im weiteren Verlauf des Abends wechselten sich die Musikvereine mit kurzweiligen Gastspielen ab, bemühten dabei – musikalisch gesehen – unendlich oft Schwarzwaldmarie, Katharina, Fliegerlied oder andere fastnachtstaugliche Unterhaltungshits und brachten damit die Halle eins ums andere Mal zum Tanzen und Schunkeln, ja, zuweilen fast zum Beben. Ein Musiker aus Furtwangen brachte – stellvertretend für viele seiner Kollegen – die Stimmung gegenüber der Badischen Zeitung auf den Punkt: "Das ist ein einmaliges Erlebnis und die ganze Stadtmusik Furtwangen freut sich, dass sie hier dabei sein darf!"

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Mit der Narrenmusik Kappel mischte sich im späteren Verlauf des Abends sogar noch ein spontaner Überraschungsgast unter die Akteure, ehe die "Häfiligigser" aus Unadingen am Ende ein willfähriges Publikum zu Höchstform auflaufen ließen. Zwischen den einzelnen Bühnendebüts sorgte ein Team um Oliver Schäfer mit ausgesuchter Partymusik dafür, dass das Stimmungsbarometer nicht einknickte.

Ein einmaliges

Musikspektakel für

Narrenmusiker und Gäste.

Zahlreiche Helferinnen und Helfer der Stadtmusik verwöhnten ihre Gäste in einer aufwendig dekorierten Stadthalle, die sich mit ausgesuchten Lichteffekten von einer ganz anderen Seite präsentierte. Karibische Cocktailbar, Chill-out Lounge, Weinstand und Zentraltränke luden zum Verweilen ein, im Foyer gab’s Kaffee und natürlich war auch an den Hunger der zahlreichen Besucher gedacht worden.

Sogar der Südwestrundfunk interessierte sich für dieses außergewöhnliche, närrische Musikspektakel und wird am Montag, irgendwann in der Zeit von sechs bis neun Uhr, in seinem vierten Programm Ausschnitte des Narrenmusiktreffens senden.

Autor: Martha Weishaar