Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

10. Februar 2012

"Unterricht" für die Pädagogen

38 Lehrer informieren sich bei Dunkermotoren und bei Hectronic über aktuelle Studiengänge und Ausbildungsberufe.

  1. In der Ausbildungswerkstatt von Hectronic konnten sich die Pädagogen ein Bild von den Berufsinhalten des Elektronikers machen. Foto: Martha Weishaar

BONNDORF. 38 Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer informierten sich am Dienstag vor Ort bei Hectronic und Dunkermotoren über aktuelle Studiengänge, Ausbildungsberufe, deren Inhalte sowie Rahmenbedingungen.

Die beiden Firmen in der Allmendstraße entsprachen damit im Rahmen ihres gemeinsamen Ausbildungsprojektes "HeDu" einem vielfach geäußerten Wunsch. "Wir zeigen Ihnen, wie betriebliche Ausbildung funktioniert, wie die Berufsbilder aussehen und wie es im industriellen Arbeitsalltag zugeht", lud Dunkerchef Nikolaus Gräf stellvertretend für beide Firmen die Gäste aus der Region ein.

Meist erfolgt der erste Austausch über das spätere Berufsleben im Unterricht, demzufolge können Lehrerinnen und Lehrer wertvolle Informationen weitergeben. "Früher wussten die Lehrer, dass wir Industriekaufleute und Mechaniker ausbilden. Mittlerweile bieten wir sehr viel mehr Ausbildungsberufe und Studiengänge an, so dass sich Branchenfremde damit gar nicht mehr auskennen können", bringt Renate Heizmann, Personalchefin bei Dunkermotoren, das Anliegen auf den Punkt. Praxisnah erfuhren nun die Pädagogen, was konkret zum Ausbildungsberuf eines Elektronikers für Geräte und Systeme, eines Fachinformatikers, Industriemechanikers, Industriekaufmanns oder der Fachkraft für Lagerlogistik gehört.

Werbung


Dominik Müller ergänzte die praktische Anschauung durch Informationen über Ausbildungsdauer, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die Vorteile einer unmittelbaren Ausbildung nach einem mittleren Bildungsabschluss. DHBW-Student Dominik Szymanski stellte die verschiedenen Studiengänge in den Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Informationstechnik oder auch den kaufmännischen Bereichen der Bachelor of Arts mit all den dazugehörigen Modalitäten vor. Die Kombination eines Studiums an der Fachhochschule mit einem Trainee-Studium in zehn verschiedenen Fachrichtungen erläuterte Nico Gleichauf ausführlich. Freilich erfuhren die Pädagogen auch, welche Vorteile diese dualen Studien sowohl für die Studierenden als auch die Firmen haben.

In den Ausbildungswerkstätten beider Firmen konnten sich die Besucher unmittelbar ein Bild vom praktischen Ausbildungsablauf machen. Ferner wurden Studieninhalte der betriebswirtschaftlichen sowie der technischen Studiengänge verständlich dargestellt. Das gemeinsame Gestalten des betrieblichen Alltags in Zusammenwirkung von Geschäftsleitung und Betriebsrat zeigte Dunker Geschäftsführer Nikolaus Gräf gemeinsam mit gewählten Mitarbeitervertretern auf.

Betriebsbesichtigungen bei Hectronic und Dunkermotoren veranschaulichten überdies Arbeitsabläufe, Produktpalette und internationale Geschäftstätigkeit beider Firmen. Sämtliche Pädagogen der Hohenlupfenschule Stühlingen, Hauptschule Löffingen, Schlüchttalschule, Kolleg Sankt Blasien, Gewerbliche Schulen Waldshut, Hans-Thoma-Schulen Neustadt sowie Werkreal- und Realschule Bonndorf waren von den vielseitigen Ausbildungsmöglichkeiten tief beeindruckt, wie sich im abschließenden Feedback mit den Personalleiterinnen Eike Scherschmidt und Renate Heizmann zeigte.

DIE BETRIEBE

Dunkermotoren beschäftigt derzeit in Bonndorf 671 Mitarbeiter, davon sind 46 Auszubildende und Studenten. Am Bonndorfer Standort von Hectronic arbeiten momentan 150 Beschäftigte, davon sind 20 Auszubildende und Studenten. Im HeDu-Projekt koordinieren beide Firmen ihre Ausbildungsangebote und -inhalte.  

Autor: bz

Autor: Martha Weishaar