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06. April 2013

Werke von Richard Ziegler im Schloss

Vernissage am Sonntag.

BONNDORF (jul). Er ist Autodidakt und Ausnahmekünstler: Richard Ziegler, dessen Werke vom 7. April bis zum 7. Juli im Museum des Landkreises Waldshut – Schloss Bonndorf – ausgestellt sind. Die Vernissage der Ausstellung "Richard Ziegler – Die Berliner Jahre" findet am Sonntag, 7. April, 11.15 Uhr, im Schloss statt.

Tänzerinnen, mondäne Frauen in Cafés und in den nächtlichen Straßen der pulsierenden Metropole Berlin: Die Berliner Jahre sind im Werk Richard Zieglers eine Zeit des faszinierten Beobachtens. Richard Ziegler lebte von 1925 bis 1932 in der Hauptstadt. Ab 1926 war er Mitglied der "Novembergruppe". Ihr gehörten Künstler wie Otto Dix, George Grosz, Wassily Kandinsky, Ludwig Mies van der Rohe und Rudolf Schlichter an. Die sogenannten "Goldenen Zwanziger" brachten einen scheinhaften wirtschaftlichen Aufschwung und eine neue Freizügigkeit. Die Kunst erfuhr in der Weimarer Republik eine Phase der beinahe vollständigen Entgrenzung. Richard Ziegler beobachtete das großstädtische Leben, aber er urteilte nicht. Im Schloss sind mehr als 60 Arbeiten von Richard Ziegler zu sehen. Als Bonbon präsentiert der Kulturreferent des Landkreises, Jürgen Glocker, auch noch einen künstlerisch hochwertigen, aus dem Jahre 1927 stammenden Schwarz-Weiß-Film von Walther Ruttmann mit dem Titel: "Berlin, Sinfonie der Großstadt".

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Richard Ziegler wurde am 3. Mai 1891 in Pforzheim geboren und starb 1992 in seiner Vaterstadt. Er studierte Philologie in Genf, Greifswald und zuletzt in Heidelberg, wo er sein Studium mit der Promotion abschloss. In den Jahren 1920/21 begann er seine künstlerische Laufbahn als Autodidakt. 1933 emigrierte er nach Jugoslawien, 1936 siedelte er nach Paris um und von 1937 bis 1962 lebte er in England.

Die Ausstellung ist vom 7. April bis 7. Juli jeweils mittwochs bis sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Ebenfalls am Pfingstmontag, 20. Mai.

Autor: bz