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16. Juli 2012

Boris Becker übt deutliche Kritik am DTB

Serbe Janko Tipsarevic gewinnt am Stuttgarter Weissenhof.

  1. Boris Becker Foto: DPA

STUTTGART (sid). Am Rande des ATP-Turniers in Stuttgart hat der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker zum verbalen Rundumschlag ausgeholt. Der Tennis-Rentner übte Kritik am Deutschen Tennis-Bund (DTB), den Wimbledon-Viertelfinalisten Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer sowie den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Besonders mit der Nachwuchsförderung zeigte sich Becker unzufrieden. "Im deutschen Tennis sind in der Förderung leider einige am Werk, die, sachte ausgedrückt, nicht ganz so viel Bescheid wissen", sagte der 44-Jährige und nannte den Fußball als leuchtendes Beispiel: "Nicht umsonst sind Matthias Sammer, Joachim Löw und Oliver Bierhoff so erfolgreich. Sie haben sehr viel Ahnung von der Sache."

Kein Verständnis zeigte Becker dafür, dass die zuletzt auf dem heiligen Rasen so überzeugenden Kohlschreiber und Mayer bei der traditionellen Veranstaltung auf dem Stuttgarter Weissenhof durch Abwesenheit glänzten. "Das verstehe ich nicht ganz. Die besten deutschen Spieler sollten bei den großen deutschen Turnieren spielen." Allerdings attestierte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger seiner Sportart einen deutlichen Aufschwung, auch wegen des "Fräuleinwunders" mit Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Co. Für Becker indes ist es unverständlich, dass der Tennissport im TV trotz der jüngsten Erfolge weiter ein Mauerblümchendasein fristet. "Da muss man die öffentlich-rechtlichen Sender in die Verantwortung nehmen und ansprechen", sagte Becker.

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Sieger des Turniers in Stuttgart wurde der topgesetzte Serbe Janko Tipsarevic. Im ersten Sandplatz-Finale seiner Karriere besiegte er den Argentinier Juan Monaco mit 6:4, 5:7, 6:3.

Autor: sid