Frischekur für den Remigiusbrunnen

skk

Von skk

Fr, 08. Juni 2018

Bräunlingen

Stadt Bräunlingen und Kulturförderer stemmen die Sanierung.

BRÄUNLINGEN (dm). Eine der zentralen Wasserstellen der Kernstadt, der Remigiusbrunnen in unmittelbarer Nähe zu Stadttor und Stadtkirche, wird noch in diesem Jahr in Zusammenarbeit des Kulturfördervereins (KFV) und der Stadt Bräunlingen saniert. Die Sanierung der Bischofsfigur, die älter als der jetzige Brunnen selbst ist, übernimmt der KFV auf eigene Kosten.

"Wir wollen durch die Brunnenfigursanierung einen Beitrag zu Erhaltung der historischen Brunnen in Bräunlingen leisten", meint der KFV-Vorsitzende Christof Reiner zum Sanierungsvorhaben. Die Auffrischung des Wassertroges übernimmt die Stadtkasse.

Im Volksmund wird der Brunnen auch als der "Brunnen bei der Bank" bezeichnet und bekommt bei der Geldbeutelwäsche zum Ende der Fasnet immer besondere Aufmerksamkeit, wenn die schwarz gekleideten Männer mit Zylinder und Plärrtuch im Silberwasser des Brunnens nur leere Geldbeutel finden. Der Vorgängerbrunnen, ein Gussbrunnen mit der Figur des Heiligen Remigius, wurde 1872 für 900 Gulden von der F.F. Maschinenfabrik in Immendingen bezogen.

Durch einen Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahre 1960 wurde der jetzige Brunnen für damals ungerechnet rund 2000 Euro in Auftrag gegeben. Die Ausführung erfolgte in gewaschenem Reinsand mit Quarzsandzusatz. Die Seitenflächen wurden gestockt, die Brunnen-Umrandungen geschliffen und die Seitenkanten am Brunnenstock scharriert bearbeitet. Die Brunnenfigur, welche vom Kulturförderverein neu saniert wird, stammt noch von dem an dieser Stelle gebauten früheren Gussbrunnen.

Zurzeit gibt es, neben privaten Wasserstellen, mehrere noch aktive öffentliche Brunnen, die meist aus dem öffentlichen Wassernetz gespeist werden. Dabei die Brunnen an der Blaumeerstraße, an der Sommergasse, der Nikolausbrunnen, am Spitalplatz, beim Rathaus, der Narrenbrunnen und der Remigiusbrunnen. Die Darstellung des Remigius als Bischof wurde manchmal mit Buch, Taube und Ölfläschchen oder mit dem Salbgefäß bei der Taufe gefertigt. Ein ungewöhnliches Bild gab der Remigiusbrunnen beim Hochwasser im Jahre 1990 ab. Im Brunnen war kein Wasser, doch außen herum stand das Wasser auf fast einen Meter bis zum Trogrand.