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25. Juni 2012 17:18 Uhr

Beinahe wie in Harrys Zauberschule

162 Abiturienten des Martin-Schongauer-Gymnasiums feiern ein rauschendes Fest

"Habi Potter – Voll de Mord" – mit diesem Motto stellten sich die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten des Martin-Schongauer-Gymnasiums bei ihrem Abiball in eine Reihe mit dem berühmten Zauberschüler.

  1. Für herausragende Leistungen wurden viele Abiturientinnen und Abiturienten des Martin-Schongauer-Gymnasiums eim Abi-Ball ausgezeichnet. Foto: Ines Süßle

BREISACH/ENDINGEN. Weil es in Breisach keine ausreichend große Halle gibt, feierte der Doppeljahrgang den Schulabschluss mit Familie, Freunden und Lehrern diesmal in der Endinger Stadthalle.

Mehr als 900 Kerzen hingen wie in der großen Halle von Hogwarts von der Decke und schufen eine magische Atmosphäre. Die aufwändige Dekoration und das abwechslungsreiche Programm sorgten für einen rundum gelungenen Abend.

Eröffnet wurde die Feier von Rektor Winfried Wagner, der den 162 Schülerinnen und Schülern zum bestandenen Abitur gratulierte und sich mit dem Durchschnitt von 2,2 sehr zufrieden zeigte. Er würdigte nicht nur diejenigen, die besonders erfolgreich waren, sondern auch die Schüler, die bis zum Schluss für ihren Abschluss gekämpft hatten.

Im Jubiläumsjahr der Schule, die seit 75 Jahren nach Martin Schongauer benannt ist, zog Wagner Vergleiche zwischen dem berühmten Künstler und dem Abschlussjahrgang. Orientierung an Bewährtem und Offenheit für Neues – diese Aspekte von Schongauers Leben können für die Absolventen Auftrag und Programm sein, so der Schulleiter.

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Als Vertreterin der Elternschaft dankte Susanne Bremer der Schulleitung und dem Lehrerkollegium für die gute Vorbereitung des Abiturs. Gerade die Organisation des Doppeljahrgangs habe für alle eine große Herausforderung bedeutet. Sie dankte auch den Eltern und gratulierte dem Abiturjahrgang.

Der Doppeljahrgang war für alle eine große Herausforderung

Roxane Kilchling und Gerhard Gehring blickten stellvertretend für die beiden Jahrgänge, die gemeinsam die Kursstufe bestritten hatten, zurück auf ihre Schulzeit. "War es wirklich ‚voll de Mord’?", fragten sie sich und mussten die Frage verneinen. Man blicke mit gemischten Gefühlen auf das Ende, denn die beiden Jahrgänge seien sowohl in der Schule als auch bei vielen Partys eng zusammengewachsen.

Zur Musik der Harry-Potter-Filme liefen die Abiturientinnen und Abiturienten in die Halle ein, um sich ihre Zeugnisse überreichen zu lassen. Zahlreiche Schüler wurden für hervorragende Leistungen geehrt. Petra Timm zeichnete als Vorsitzende des Fördervereins diejenigen aus, die einen besonders guten Abschluss erzielt haben.

Karl-Philipp Flösch, der die Traumnote 1,0 erreicht hat, erhielt ebenso ein Präsent wie Myriam Böck, Helen Johanßen und Judith Süßle, die mit der Note 1,1 zu den Jahrgangsbesten zählen. Außerdem würdigte Timm die Schülersprecher Caroline Flis, Gerhard Gehring und Ingrid Kelsch. Auch Norina Werner, die den Oberstufenchor geleitet hat, wurde ausgezeichnet.

Elisabet Gut und Wiebke Müller erhielten für ihre hervorragenden Leistungen im Fach Deutsch den Scheffel-Preis. Für ihre ausgezeichneten Leistungen im Fach Latein wurden Myriam Böck, Johannes Eckert, Karl-Philipp Flösch, Paula Michalk, Cedrik Mössner und Judith Süßle mit Buchpreisen der Stiftung "Humanismus Heute" geehrt.

Die Franz-Schnabel-Medaille für besondere Leistungen im Fach Geschichte durften Silva Hennigfeld und Wiebke Müller in Empfang nehmen. Mit einem Preis der Deutschen Mathematischen Vereinigung wurden die Leistungen von Nil-Jana Apkinar, Julian von der Goltz, Carsten Märtin und Leonie Wolf belohnt, über den Bio-Preis konnte sich Matthias Höfer freuen.

Den Schulpreis Ökonomie, den der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg für besondere Leistungen im Fach Wirtschaft stiftet, erhielten Nil-Jana Apkinar und Simon Krause. Die 13 Schülerinnen und Schüler, die neben dem Abitur auch das französische Baccalaureat abgelegt haben, wurden ebenfalls mit Preisen und Medaillen ausgezeichnet.

Nach der Pause kündigten Lukas Landerer und Valérie Pin, die charmant durch das Programm führten, die A-cappella-Gruppe an. Die Schüler präsentierten mit "die beste Zeit" und "starte durch in eine neue Zeit" zwei Stücke, die die Gefühle des Abijahrgangs toll zum Ausdruck brachten und mit viel Applaus belohnt wurden. Gleiches galt für das Stufenorchester, das mit "Party Rock Anthem" und einem Robbie-Williams-Medley das Publikum zum Klatschen brachte. Ein Highlight war dabei der Auftritt von Ortwin Lütje mit "Angels".

Musik, Tanz und amüsante Zahlenmagie

Mit amüsanter Zahlen- und Buchstabenmagie bewies der ehemalige Mathelehrer Manfred Gloderer, dass beim Doppeljahrgang alles "dem Diktat der 2" unterworfen ist. Auch das Abimotto und die Initialen der Schule seien in der Jahres- und Schülerzahl bereits vorherbestimmt.

Nach der Pause präsentierten vier Schülerinnen und Schüler mit "Mein Herz schlägt" ein gefühlvolles selbstkomponiertes Stück. Mit dem Abitanz nahmen einige Abiturienten das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise von der ersten Klasse, als noch die Spice Girls in den Charts waren, bis ins Jahr 2012. Auch der Abifilm zählte zu den Höhepunkten. Die gelungene "TV Brutal"-Parodie, vor allem die "Comedystreet"-Einspieler, ernteten zahlreiche Lacher. Mit dem Abilied verabschiedeten sich die Abiturienten von ihren Gästen und feierten danach noch bis tief in die Nacht.

Autor: Ines Süßle