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13. September 2017 18:00 Uhr

Im Gewerbepark Rheinbrücke

26 Grundstücke für neues Gewerbe

Nach langer Zeit hat Breisach ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen. Es ist rund 6 Hektar groß und liegt an der südlichen Stadteinfahrt.

  1. KE-Projektentwickler Anselm Hilsheimer und Bürgermeister Oliver Rein (Erster und Zweiter von rechts) begrüßten die Gäste der Informationsveranstaltung zum „Gewerbepark Rheinbrücke“. Foto: Julius Wilhelm Steckmeister

Gut zehn Jahre, nachdem erste Ideen zur Nachnutzung des ehemaligen Betriebsgeländes des Textilherstellers KBC erstmals erörtert worden sind, konnten die Stadt und der Projektentwickler jetzt geladene Gäste und zahlreiche interessierte Gewerbetreibende begrüßen, um das inzwischen in einen Bebauungsplan gegossene Gebiet und seine Möglichkeiten vorzustellen. Die Erschließungsarbeiten des knapp sechs Hektar großen ersten Bauabschnittes sollen im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

Zunächst stehen 26 Grundstücke, die zwischen 1000 und 5000 Quadratmeter groß sind, im "Gewerbepark Rheinbrücke" zum Verkauf. Vermarktet werden sie je nach Lage im Gewerbegebiet für 80 bis 95 Euro pro Quadratmeter durch die von der Stadt beauftragte LBBW Immobilien Kommunalentwicklung (KE), die auch für die Erschließung des Geländes verantwortlich ist.

Breisacher Liste
"Es ist eine Sonnenstunde für die Stadt Breisach am Rhein", begrüßte Bürgermeister Oliver Rein die zahlreichen Interessenten, die zum "Vermarktungsstart" gekommen waren. Unter ihnen waren nicht nur etliche Vertreter des Gemeinderates, der benachbarten Betriebe sowie der stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins Breisach, Michael Fischer, sondern auch Fessenheims Bürgermeister Claude Bender als Vertreter der Communauté de Communes du Pays de Brisach (ComCom). Das Projekt "Gewerbepark Rheinbrücke" ist, wie nicht zuletzt am Logo mit den deutschen wie französischen Nationalfarben zu erkennen, als grenzüberschreitendes Konzept angedacht. "Der Gemeinderat hat das Verfahren schon sehr lange begleitet", blickte Rein bis in das Jahr 2006 zurück. Zunächst habe der damalige Grundstückseigentümer, die KBC, dieses noch selbst entwickeln wollen.

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"In den vergangenen Jahren haben wir viel getan, außer auf dem gewerblichen Sektor", fuhr Rein fort. Heute könne man sich über ein Gewerbegebiet mit rechtskräftigem Bebauungsplan freuen. "Wir wollen keine Schlafstadt sein. Wir brauchen auch Gewerbe", betonte der Bürgermeister. Er machte jedoch ebenfalls deutlich, dass der Breisacher Einzelhandel dank der bereits aufgestellten "Breisacher Liste", die für das neue Gewerbegebiet "zentrenrelevante Sortimente" ausschließt, keine Beeinträchtigungen erfahren werde. Eine "überaus schwierige Aufgabe" für den Gemeinderat sei es nun, über die Vergabe der 26 Grundstücke zu entscheiden.

Moderne Infrastruktur
"Wir möchten den Schulterschluss zwischen Stadt und Kommunalentwicklung auch nach außen zeigen und vor allem in Kontakt mit den Interessenten kommen", sagte der Geschäftsbereichsleiter Bauland- und Projektentwicklung bei der KE, Anselm Hilsheimer, über den Zweck des "Vermarktungsstart-Events". Der "Gewerbepark Rheinbrücke" sei ein europäischer Standort, der verkehrlich sehr gut gelegen sei, gab sich Hilsheimer überzeugt. Zudem bestünde in nordöstlicher Richtung mit einem möglichen zweiten Bauabschnitt eine Option auf Erweiterung, stellte der Geschäftsbereichsleiter in Aussicht.

Relativ flexibel sei man beim "Nutzungs-Cluster". Um dennoch eine störende Gemischtnutzung zu vermeiden, habe man für das Gebiet ein Nutzungskonzept erstellt, erläuterte Hilsheimer. Flexibilität gäbe es auch bei der Grundstücksgröße, da es möglich sei, Grundstücke auf bis über 12 000 Quadratmeter zusammenzulegen. Auf den neuesten Stand werde man die Infrastruktur mit Glasfasernetz und Gasversorgung bringen, versprach der Projektentwickler.

Wohnen soll im Gewerbepark möglich sein, jedoch wolle man keinen günstigen Wohnstandort mit ein bisschen Gewerbe schaffen. So sei pro Betrieb lediglich eine Betriebsinhaberwohnung genehmigt, die einen Aufpreis von 50 000 Euro nach sich ziehe. "Wir wollen damit den Unterschied zu Wohngebieten abfedern", stellte Hilsheimer klar.

"Der frühe Vermarktungsstart soll Ihnen Sicherheit geben", wandte sich der Vertreter der KE direkt an die potenziellen Kaufinteressenten. Diese hatten nun nicht nur Gelegenheit, das Vertriebsteam der KE bei einem Glas Sekt kennenzulernen und Fragen loszuwerden, sondern auch gleich Bewerbungsbögen auszufüllen.

"Ab September 2018 kann gebaut werden", so Hilsheimer. Weitere Infoveranstaltungen sind geplant. Der nächste Ortstermin soll in zwei bis drei Wochen stattfinden.

Weitere Infos gibt es im Internet auf http://www.gewerbepark-rheinbruecke.de

Autor: Julius Steckmeister