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17. Januar 2017 15:32 Uhr

Auf dem Neutorplatz

300. Mahnwache für die Abschaltung des AKW Fessenheim

"300. Mahnwache – wie lange noch?" Diese Frage stand bei der Montagsmahnwache gegen Atomkraft und für die sofortige Abschaltung des elsässischen Kernkraftwerks Fessenheim auf einem Transparent. Auf dem Breisacher Neutorplatz hatten sich bei klirrender Kälte über 60 Teilnehmer zu der seit fast sechs Jahren stattfindenden Kundgebung eingefunden.

  1. Auf dem Breisacher Neutorplatz forderten die Atomkraftgegner, die beiden Meiler schnell vom Netz zu nehmen / Hilfe für die Beschäftigten in Aussicht gestellt Foto: Kai Kricheldorff

Die Breisacher Mahnwache habe als Teil der Anti-Atom-Protestbewegung im Dreyeckland dazu beitragen können, dass es immer deutlichere Anzeichen für die kurzfristig bevorstehende Schließung der beiden Reaktoren des AKW Fessenheim gebe, stellte Mahnwachenorganisator Gustav Rosa von der Initiative Pro Alterna fest.

Deutsche und französische AKW-Gegner gingen bereits seit einiger Zeit neue Wege und kümmerten sich um die Ängste und Befürchtungen der Beschäftigten in Fessenheim, deren Arbeitsplätze akut gefährdet sind, wenn die beiden Meiler abgeschaltet werden. "Wir strecken dazu unsere helfende Hand über den Rhein aus", so Rosa, nach dessen Worten es Möglichkeiten und Wege gebe, eine neue Wirtschaftsregion im Dreyeckland aufzubauen. Darüber müsse jetzt ernsthaft und auch auf lokalpolitischer Ebene geredet werden.

An der 300. Mahnwache am Montagabend nahmen rund 60 Anti-AKW-Aktivisten aus Breisach, vom Kaiserstuhl und dem Tuniberg, aus dem Markgräflerland und dem Elsass teil.

Viele von ihnen hatten für sich und für die Teilnehmer Gebäck und heiße Getränke mitgebracht und Eckard Zöllner spielte dazu auf seiner Drehorgel.

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Wie lange noch werden sich die Atomkraftwerksgegner auf dem Breisacher Neutorplatz treffen? Heute erscheint fraglich, ob es jemals eine 400. Montagsmahnwache geben wird. Kundgebung Nummer 301 findet aber auf jeden Fall am 23. Januar um 18 Uhr auf dem Neutorplatz statt. Kommenden Montag, wie gehabt.

Autor: Kai Kricheldorff