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12. Oktober 2011
Beim Abschied flossen bei vielen Schülern Tränen
Jugendliche aus der polnischen Partnerstadt Oswiecim weilten eine Woche in Breisach und schlossen viele Freundschaften.
BREISACH. Eine ganze Woche lang wehte die Fahne der Breisacher Partnerstadt Oswiecim vor der Hugo-Höfler-Realschule. Von Samstag bis Freitag waren 20 Schülerinnen und Schüler und 3 Lehrerinnen des Gymnasiums Nummer 2 in Oswiecim zu Besuch in der Münsterstadt. Die diesjährige Begegnung unter dem Motto "Was uns verbindet" war bereits der siebte Austausch in Folge, organisiert von Lehrerteams beider Schulen, unter der Leitung von Regina Maußner, Christoph Müller, Manuela Schmitt und Walter Spindler auf Breisacher Seite.
Die polnischen Gäste waren bei deutschen Partnern untergebracht. Das Wochenende verbrachten alle in den Familien, so dass sehr schnell enge Kontakte entstehen konnten. Die Partner unterhielten sich vornehmlich auf Englisch und stellten erstaunt fest, wie gut das klappte. Einige der Gäste nahmen am Papstgottesdienst in Freiburg teil, andere fuhren mit ihren Familien ins nahe Frankreich oder betätigten sich sportlich. Auch die Feste der umliegenden Orte waren beliebte Treffpunkte für die deutschen Gastgeber und die polnischen Schüler.
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Ein Schwerpunkt des Programms der folgenden Woche war natürlich das Entdecken der Umgebung Breisachs. Die Gäste waren begeistert über Ausflüge auf den Schauinsland, nach Freiburg, zur Weinlese in den Kaiserstuhl und natürlich in den Europa-Park nach Rust.
Aber auch eine GPS-Tour durch Breisach durfte nicht fehlen. Ein weiterer Höhepunkt war für alle sicher der gemeinsame Abend mit den Familien der Gastgeber. Daneben beschäftigten sich beide Gruppen mit der deutsch-polnischen Geschichte und der heutigen Politik. So besuchten die Schüler das Blaue Haus in Breisach und wurden anschließend von Bürgermeister Oliver Rein und dem Vorsitzenden des Freundeskreises Oswiecim, Professor Werner Nickolai, im Rathaus in Breisach empfangen. Beide zeigten sich als große Unterstützer des Austausches und betonten, wie wichtig die Begegnung gerade von Jugendlichen in einem neuen Europa sei. Große Politik erlebten die Schüler dann bei ihrem Ausflug ins Europaparlament nach Straßburg, wo gerade eine Sitzungswoche war, so dass die Politiker bei ihrer Arbeit beobachtet werden konnten. Dabei war es auch möglich, sich kurz mit dem für den hiesigen Wahlkreis zuständigen Europaabgeordneten Andreas Schwab auszutauschen.
Am Freitagnachmittag war es nach einer sehr emotionalen Abschlussrunde dann so weit – es musste Abschied genommen werden. Auch die Leitung der Realschule und viele Eltern waren zum Bus gekommen. Bei vielen Beteiligten flossen die Tränen, aus den Fremden waren trotz aller Sprachbarrieren und Unterschiede in kurzer Zeit Freunde geworden, die sich versprachen, über das Internet in Kontakt zu bleiben. Und dann kommt ja im nächsten Jahr auch der Gegenbesuch in Polen – ein Ereignis, auf das sich schon jetzt alle freuen.
Autor: Manuela Schmitt
