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13. September 2011
Breisacher Ruderin gewinnt Bronze-Medaille bei Weltmeisterschaft
Christiane Quirin qualifizierte sich durch ihr hervorragendes Abschneiden bei der WM in Bled für die Paralympischen Spiele 2012 in London.
BREISACH (jov). Die Teilnahme an den Paralympischen Spielen in London im Jahr 2012 hat sich die deutsche Rudermannschaft mit der Breisacherin Christiane Quirin durch einen hervorragenden Platz bei der Weltmeisterschaft in Bled gesichert.
Die Paralympics sind die Olympischen Spiele für Behinderte, sie finden jeweils 3 Wochen nach den offiziellen Olympischen Spielen statt. Die Anforderungen für die behinderten Sportler sind dabei sehr hoch.
Die 49-jährige Christiane Quirin ist stark sehbehindert, trainiert aber seit vielen Monaten auf dem Altrhein oder auf "Ergo-Trainern" für die olympische Meisterschaft, dabei hat sie "nebenbei" auch deutsche Meistertitel errungen (die BZ berichtete).
Im "LTA-Mix 4 Plus" (LTA ist die Bezeichnung für das Boot der behinderten Sportler) fahren die Steuerfrau Katrin Splitt im Bug, Anke Molkenthin, Christiane Quirin, Martin Lossau und "Schlag" Michael Schulz. Bundestrainer Thomas Böhme aus Schweinfurt betreut das Team.
Bled liegt etwa 60 Kilometer von der Hauptstadt Sloweniens, Ljubljana, entfernt. Es sei einer der schönsten Austragungsorte der Welt für Ruderregatten, findet Quririn. Die Weltmeisterschaft dauerte vom 24. August bis zum 5. September. Die deutsche Mannschaft errang im Vorlauf den 1.Platz, danach gewann sie auch s das Halbfinale. Dieser Sieg reichte für die Qualifizierung für die Paralympics im September 2012 in London.
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Beim Endlauf im "A-Finale" schaffte die Mannschaft im Riemenboot die Bronzemedaille. Die Konkurrenz war groß, 15 weitere Nationen nahmen an dem Wettkampf teil. Bemerkenswert ist das Durchschnittsalter des deutschen Leistungsteams, das bei etwa 40 Jahre liegt. Die anderen Mannschaften sind im Schnitt etwa 20 Jahre alt.
"Es war beeindruckend, welche Sportler bei der Weltmeisterschaft angetroffen werden konnten", berichtete Christiane Quirin von ihren Erlebnissen. "Iranerinnen mit Kopftüchern, Sportler aus Südafrika, Brasilien, China, Weißrussland, aus der Ukraine, aus Korea, Polen und so weiter."
Unangenehm empfand die Breisacher Leistungssportlerin, dass sie unmittelbar nach der Siegerehrung, als alle anderen Teilnehmer die Erfolge mit einem Glas Sekt feierten, zur Doping-Kontrolle "abgeführt wurde". Trotz der enormen schweißtreibenden Leistung, die beim Wettkampf erbracht wurde, musste eine bestimmte Menge Urin unter Aufsicht der Kontrolleure als Probe zur Verfügung gestellt werden. Erst danach konnte sie mit ihren Teamkollegen das außerordentlich gute Ergebnis feiern.
Christiane Quirin ist Mutter zweier Kinder und betreut neben ihren "Wölfen", 2 Hunden, zahlreiche Katzen und andere Tiere. Man kann sie täglich auf dem Altrhein beim Training antreffen.
Autor: jov
