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24. Juli 2012

"Die Resonanz ist überwältigend"

BZ-INTERVIEW mit dem Breisacher Künstler Ari Nahor zur Ausstellung "Kunstdialoge am Oberrhein" im Radbrunnen.

  1. Der Breisacher Künstler Ari Nahor gehört zu den Organisatoren der Ausstellung „Kunstdialoge am Oberrhein“. Foto: kai kricheldorff

BREISACH (kff). Seit 2 Monaten ist das ehrgeizige Ausstellungsprojekt "Kunstdialoge am Oberrhein" an den 3 Standorten Breisach, Müllheim und Weil am Rhein zu sehen. Zum bisherigen Verlauf der Ausstellung, die noch bis 5. August gezeigt wird, fragte BZ-Mitarbeiter Kai Kricheldorff den Breisacher Künstler Ari Nahor, der an ihrer Vorbereitung und Organisation maßgeblich mitgewirkt hat.

BZ: Wie ist die Resonanz des Publikums auf die Ausstellung?

Nahor: Mit einem Wort gesagt, überwältigend. Allein in Breisach sind bisher an die 4000 Besucher in den Radbrunnen gekommen. Jedes Wochenende zählen wir bis zu 300. Über die Pfingstfeiertage waren es mehr als 500. Nur das Markgräfler Museum in Müllheim kann auf Grund der längeren Öffnungszeiten auf noch mehr Besucher verweisen. Insgesamt ist die Ausstellung ein großer Anziehungspunkt für Kunstinteressierte aus nah und fern. Für Breisach kann ich darauf verweisen, dass im ausliegenden Gästebuch die Besucher sich überwiegend sehr anerkennend über die Ausstellung äußern.

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BZ: Welche Rückmeldungen hören Sie von den Künstlern, die ihre Werke ausstellen?

Nahor: Die meisten sind überrascht über das große und positive Echo, das sie darauf erhalten haben. Vor allem die Dialogform, also die Zusammenstellung zu Künstler-Tandems, die in Kommunikation miteinander Arbeiten für die Schau ausgewählt haben, findet sehr großen Anklang. Ich denke, die Absicht, die mit der Ausstellung verfolgt wurde, einen breiten Querschnitt des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens am Oberrhein zu zeigen, hat sich damit erfüllt.



BZ: Konnte aus ihrer Sicht die Ausstellung zur Profilierung der regionalen Kunstszene beitragen?

Nahor: Ganz sicher und sie hat das Profil sogar verbreitern können, weil es überwiegend gelungen ist, die Künstler an denjenigen Ausstellungsorten zu zeigen, die am weitesten von ihren Wohn- und Wirkungsorten entfernt sind. So ist das Spektrum insgesamt breiter.



BZ: Kunst ist auch ein Geschäft. Wie sieht die Verkaufsbilanz bei der Ausstellung bisher aus?

Nahor: Organisatoren und Künstler können damit ganz zufrieden sein. Vielleicht gibt es zum Ende der Ausstellung auch noch ein paar öffentliche Ankäufe.

Im Breisacher Radbrunnen auf dem Münsterberg ist ein Teil der Ausstellung "Kunstdialoge am Oberrhein" bis 5. August zu sehen. Die Öffnungszeiten: Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11.30 bis 13 und 14 bis 18 Uhr. Weitere Teile werden in der Städtischen Galerie Stapflehus in Weil am Rhein (Öffnungszeiten Samstag von 15 bis 18 Uhr und Sonntag von 14 bis 18 Uhr) sowie im Markgräfler Museum in Müllheim (Öffnungsteilen Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr) gezeigt.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.kunstkreis-radbrunnen.de

ZUR PERSON: ARI NAHOR (54)

Der Breisacher Künstler hat nach einem Studium der Malerei und Lithographie an der Kunsthochschule Tel Aviv begonnen, sich mit Fotokunst zu beschäftigen. Er lebt und arbeitet in seinem Atelier in Breisach. Nahors Arbeiten wurden in vielen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Er war über 20 Jahre Dozent für Fotografie an der FH für Graphik-Design und Bildende Kunst in Freiburg. Nahor gehört dem Vorstand des Kunstkreises Radbrunnen an und ist dort verantwortlich für die Organisation der Kunstausstellungen.

 

Autor: kff

Autor: kff