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24. Januar 2011
"Die Schüler deckten sich nicht nur mit Werbekugelschreiber ein"
Bei der Berufsmesse an der Hugo-Höfler-Realschule stellten sich Ausbildungsbetriebe und Schulen vor / Großes Interesse bei Schülerinnen und Schülern.
BREISACH (lue). Vertreter von Betrieben, Behörden und weiterführenden Schulen stellten sich in der Hugo-Höfler-Realschule vor, um Jugendliche und ihre Eltern über die Ausbildung nach dem Schulabschluss zu informieren.
Mehr als die erwarteten 32 Firmen und Schulen hatten sich zur zweiten Berufe-in-der-Regio-Veranstaltung eingefunden. Schulleiter Christoph Wolk nannte die Messe bei seiner Begrüßung einen Selbstläufer. 2010 waren zu der ersten Veranstaltung dieser Art 18 Betriebe und berufsbildende Schulen eingeladen worden. Bei dieser Gelegenheit wurden mehrere Praktikumsplätze vermittelt und auch Lehrstellen konnten nachgefragt werden. Der Erfolg der Veranstaltung führte dazu, dass sich nun weitere Firmen und Behörden beteiligten.
Bürgermeister Oliver Rein stellte in seinem Grußwort klar, wie wichtig ein positiver Start ins Berufsleben ist. Die beiden für die berufliche Orientierung zuständigen Lehrer Thomas Scherzinger und Oliver Staib freuten sich über die Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeit. Seit Januar hat die Schule mit Nadine Fuchsberger wieder eine Berufsberaterin. Für belegte Brötchen, Brezeln und Getränke sorgte die Klasse 10d.
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Die Neuntklässler und ihre Eltern aber auch Jugendliche aus anderen Schulen nahmen die Gelegenheit wahr, sich über verschiedene Berufsbilder zu informieren. Wieder hatten die Betriebe daran gedacht, Auszubildenden mitzubringen, die früher selbst auf die Hugo-Höfler-Realschule gegangen sind. So wurde die Hemmschwelle gesenkt und die Jugendlichen trauten sich, zu fragen, was in der Ausbildung gemacht wird und wie das mit dem Schulblock in der Berufsschule läuft.
Deutlich war, dass einige Berufe immer noch fast ausschließlich von Jungs oder von Mädchen nachgefragt werden. Die Vertreterin der katholischen Fachschule für Sozialpädagogik war beispielsweise von Mädchen umlagert. Sylvia Mehler von der Helios-Rosmann-Klinik hatte es ebenfalls hauptsächlich mit Interessentinnen zu tun, bei ihr konnte man Praktikumsplätze erfragen.
Die Schüler waren dagegen neugierig auf die Berufe in der Kfz-Branche und in technischen Betrieben und informierten sich über die Gewerbeschulen. Nicht alle hatten genaue Vorstellungen, was sie werden wollten. Für sie gab es die Möglichkeit, sich am Stand der Bundesanstalt für Arbeit zu informieren. Wer sich jedoch für die Agentur als Ausbildungsbetrieb interessierte, war für dieses Jahr schon zu spät.
Die meisten Schülerinnen und Schüler besuchten möglichst viele Infostände. Kaufmännische Berufe und Handwerker – vom Konditor über Schreiner, Maler, Metallbauer bis hin zum Steinmetz – waren dort vertreten. Die teilnehmenden Handwerks- und Industriebetriebe, Banken, Versicherungen, Speditionen, ein Drogeriemarkt, das Krankenhaus und das Pflegeheim, die weiterbildenden Schulen, das Finanzamt, die Polizei und die Stadtverwaltung fanden rege Beachtung bei Eltern und Schülern. Raumausstatter Werner Schneider lobte die Veranstaltung: "Die Schülerinnen und Schüler kommen nicht hierher, um sich mit Werbekugelschreibern einzudecken, sondern sind ernsthaft interessiert."
Einige Betriebe hatten Praktikumsplätze und auch Ausbildungsplätze frei. Hermann Haag vom Badischen Winzerkeller bot für dieses Jahr noch einen Ausbildungsplatz als Weinküfer an, die Plätze für Groß- und Einzelhandelskaufleute sowie für BA-Studenten werden erst im nächsten Jahr wieder frei. "Wir haben eine moderne Abfüllanlage", so Haag, "dafür werden qualifizierte Leute benötigt, die eine Diagnose mit dem Laptop machen können". Bei manchen Berufen ist ein bestimmter Notenschnitt erforderlich, die Polizisten sprachen von 2,3 als Durchschnittsnote und am Stand des Finanzamtes hieß es: "In Deutsch und Mathe mindestens 3, besser 2".
Autor: lue
