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08. Juli 2010 16:04 Uhr

Einstimmiges Votum

Eckart Escher neuer Aufsichtsratsvorsitzender des Badischen Winzerkellers

Der Merdinger Bürgermeister Eckart Escher ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender des Badischen Winzerkellers. Zu seinen Stellvertretern wurden der Winzer Dietrich Jörger aus Kappel-Grafenhausen und Rainer Zeller, Vorstandsvorsitzender der WG Britzingen, gewählt.

  1. Eckart Escher Foto: privat

Escher kündigte gegenüber der Badischen Zeitung an, ein besonderes Augenmerk auf den Umsatz, die Rendite und die Kosten der Kellerei zu legen.

Die Neuwahl war notwendig geworden, weil die Mitglieder des Badischen Winzerkellers den bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Karl-Heinrich Maier nicht mehr in das Gremium gewählt hatten. Maiers bisheriger Stellvertreter Edgar Heß war aus Altersgründen ausgeschieden.

Hans-Adolf Brand aus Leiselheim leitete als dienstältester Aufsichtsrat am Mittwochabend zunächst die Sitzung. Er schlug Escher als neuen Vorsitzenden vor, was das Gremium einstimmig begrüßte. Die Zahl seiner Stellvertreter wurde auf 2 erhöht, "um die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und mehr Weinbaubereiche in die Führung einzubinden", wie Escher erklärte.

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende fühlt sich dem Badischen Winzerkeller und dem Weinbau schon lange verbunden. Er ist seit 2001 Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft Merdingen und seit 2004 Aufsichtsrat der Breisacher Kellerei. Zuvor war er bereits 2 Jahre ehrenamtlicher Vorstand des Unternehmens. Nebenbei bewirtschaftet er ein halbes Hektar Weinberge. Bürgermeister von Merdingen ist der 56-Jährige seit 1998.

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"Wieder mehr Ruhe in die Kellerei bringen"

Nach den Querelen der vergangenen Monate ist es Escher zunächst einmal wichtig, wieder mehr Ruhe in die Kellerei zu bringen. Er will sich nicht in das operative Geschäft des Vorstandes einmischen, aber die Strategie und die Rahmenbedingungen mitbestimmen. So sei es vor allem nötig, den Umsatz und die Rendite der Kellerei zu erhöhen, um den Weinbauern mehr Geld für ihre Trauben bezahlen zu können. Dabei sieht Escher den Badischen Winzerkeller auf einem guten Weg. Nachdem das Hotel am Münster verkauft und das alte Winzerkeller-Areal in der Breisacher Stadtmitte überplant sei, könne man sich nun voll und ganz auf den Weinverkauf konzentrieren.

Vor allem der Umsatz soll gesteigert werden

"Lasst uns das operative Geschäft gut machen", betonte Escher. Der Winzerkeller brauche mehr Umsatz, damit für die Winzer mehr übrig bleibe. Es gelte, die Erlössituation zu verbessern, die Kosten zu senken, die Liquidität zu sichern und die Eigenkapitalquote zu erhalten oder zu erhöhen.

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende will außerdem den Austausch mit den Winzern intensivieren und mit ihnen auch über die Traubenqualität reden. Außerdem möchte er das Verhältnis zu den anderen badischen Winzergenossenschaften verbessern, wobei er Wert auf die Feststellung legt, dass "Vertrauen etwas ist, was immer auf Gegenseitigkeit beruht".

Dass Escher wie sein Vorgänger vom Tuniberg kommt, spielt für ihn keine Rolle. "Ein Aufsichtsrat hat für den Betrieb da zu sein, egal welches Weinbaugebiet er vertritt", sagt er. Auch den Wechsel im Vorstand des Unternehmens von Günter Hilmert zu Axel Hahn will er nicht überbewerten: "Dass Führungspositionen neu besetzt werden, gehört zu einem Wirtschaftsbetrieb dazu."

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Autor: Gerold Zink