Ein sehr erfolgreiches Jahr für die WG Oberrimsingen

Manuela Schmitt

Von Manuela Schmitt

Fr, 04. Januar 2019

Breisach

Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Ertrag doppelt so hoch aus / Sechs Weine wurden mit Medaillen ausgezeichnet.

BREISACH-OBERRIMSINGEN. Auf ein sehr erfolgreiches Jahr konnte die Winzergenossenschaft Oberrimsingen in ihrer Mitgliederversammlung zurückblicken. Im Vergleich zu 2017, als die Erntemenge wegen des Frosts im April um ein Drittel geringer war als im Vorjahr, verdoppelte sich der Ertrag im Jahr 2018. Mit rund 150 000 Kilogramm wurde die bislang zweitgrößte Traubenmenge überhaupt eingefahren. Hervorragend war dabei auch die Qualität.

Der Vorsitzende der Winzergenossenschaft, Armin Fröhner, zeigte sich ausgesprochen zufrieden. Nach einem sehr frühen Austrieb und einer damit verbundenen frühen Blüte mussten die Winzer junge Reben zu Beginn des Sommers zwar wegen der extremen Trockenheit teilweise sogar bewässern. Die Niederschläge im August konnten dann aber Ernteverluste abwenden. "Und danach folgte ein absoluter Traumherbst mit überragenden Mengen und einer herausragenden Qualität", so sein Fazit. An 13 Lesetagen seien 317 Bottiche und drei Direktanlieferungen zum Badischen Winzerkeller gebracht worden. Mit einem Durchschnittswert von 100 Grad Öchsle lag die Winzergenossenschaft Oberrimsingen dabei über dem Durchschnitt der beim Badischen Winzerkeller angelieferten Trauben.

Die Ertragsrebfläche liegt laut Fröhner derzeit bei 9,7 Hektar. Damit sei Oberrimsingen weiterhin eine kleine Winzergenossenschaft, die aber hervorragende Qualität abliefere. Bei der Landesweinprämierung wurden drei Weine mit einer Goldmedaille und einer mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Bei der Bundesweinprämierung gab es einmal Silber und einmal Bronze.

Der Kassenbericht von Helmut Schädler verdeutlichte die solide finanzielle Situation und eine ausgeglichene Bilanz. Egbert Dockweiler vom Aufsichtsrat berichtete über die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung auf der Grundlage der Jahresabschlüsse. Dem gesamten Vorstand wurde eine geordnete und sachgerechte Tätigkeit in Übereinstimmung mit dem Gesetz und der Satzung der Winzergenossenschaft bescheinigt. "Wir können damit optimistisch in die Zukunft blicken", schloss er seinen Bericht. Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte einstimmig. Ebenfalls einstimmig wurden die notwendigen Satzungsänderungen angenommen.

Höheres Traubengeld angekündigt
Eckart Escher, Vorstand des Badischen Winzerkellers, berichtete auch seitens des Winzerkellers von großer Zufriedenheit mit dem Jahr 2018. Die Traubenannahme sei reibungslos abgelaufen. Insgesamt habe sich der Ertrag auf 148 Kilogramm pro Ar gesteigert. Der Tuniberg sei sowohl das ertragreichste als auch das öchslebeste Gebiet des Winzerkellers. Darauf könne man zu Recht stolz sein. Momentan werden noch 52 Prozent der Trauben mit der Hand gelesen, Traubenvollernter sind aber weiter auf dem Vormarsch. Nachdem das Traubengeld im Jahr 2017 gesunken sei, dürfe man für 2018 auf ein besseres Ergebnis hoffen. Er nannte den Winzern allerdings noch keine konkreten Zahlen.

Mit Blick auf die Zukunft forderte Escher dazu auf, die Sortenauswahl sorgfältig zu bedenken. "Der Tuniberg ist traditionell Spätburgunder lastig. Vom Markt verlangt werden aber größere Mengen an Grauburgundern", sagte er. Seitens des Winzerkellers gebe es daher ein Zuschussprogramm für diese Rebsorte. Insgesamt liege der Anteil der badischen Weine im Bundesschnitt bei 10 Prozent. Eine Steigerung bedürfe auch genauer Analysen der Kundenwünsche.

Schonende Rebpflege
Sowohl Günther Linser, Bereichsvorsitzender Tuniberg-Wein, als auch Pius Mangold, Ortsvorsteher Oberrimsingen, dankten der Vorstandschaft und der gesamten Winzergenossenschaft für ihre Arbeit und die hervorragenden Weine. Linser berichtete über Maßnahmen zu tier- und insektenschonenden Anbaumaßnahmen. Der schonenden Rebpflege unter Berücksichtigung von Biotopen käme immer größere Bedeutung zu.