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28. November 2011 15:51 Uhr
"Meilenstein der Schulentwicklung"
Eine neue Mensa für zwei Schulen
Seit Beginn dieses Schuljahres speisen die Schüler der Breisacher Hugo-Höfler-Realschule und der Julius-Leber-Schule in der neuen Mensa. Nun wurde das Gebäude offiziell eingeweiht.
BREISACH. Als Meilenstein der Schulentwicklung bezeichnete Bürgermeister Oliver Rein den Neubau. "Die Stadt ist stolz auf das, was hier entstanden ist", betonte er. Jährlich gebe die Stadt 2,8 Millionen für den laufenden Betrieb der Schulen aus. Die Kosten für den Mensabau beliefen sich auf 3,6 Millionen. 1,5 Millionen Zuschuss gab es vom Land, den Rest investierte die Stadt. "Nur so können wir unsere Schulen zukunftsfähig machen", hob Rein hervor. Die Förderung der Ganztagsschule sei der richtige Weg.
Bereits 2008 begann die Stadt mit der Planung des ersten Bauabschnitts für die Mensa. Im Erdgeschoss des Gebäudes finden nun insgesamt 400 Personen Platz. An die Mensa grenzen die Frischeküche und sanitäre Anlagen. Der Zugang zum Gebäude ist barrierefrei. Die Nutzfläche beträgt insgesamt 1230 Quadratmeter.
Im Ober- und Untergeschoss entstanden Räume in Klassenzimmergröße, die unterschiedlich genutzt werden können. Unter anderem soll es einen Trainingsraum für soziales Lernen, einen Laut- und einen Ruheraum sowie weitere Fachräume geben. Hier dürfen die Schüler toben, sich entspannen und in ruhiger Atmosphäre ungestört ihre Hausaufgaben erledigen. In einem zweiten Abschnitt sollen weitere Bewegungsräume gebaut werden.
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"Die Räume sind hell, auch wenn hier viele Kinder essen und sich unterhalten, ist die Lautstärke erträglich", freute sich Architekt und Baudezernent Stefan Baum. Er dankte allen am Bau beteiligten Firmen, insgesamt 25 Gewerke. "21 Firmen kommen aus der Region. Es ist toll, dass auf die leistungsfähigen Betriebe vor Ort Verlass ist", sagte er.
Umrahmt wurde die Einweihungsfeier mit stimmungsvollen Musikbeiträgen von Schülern der Hugo-Höfler-Realschule sowie dem Grundschulchor und den Werkrealschülern der Julius-Leber-Schule. Pfarrer Peter Hanselmann und Diakon Harald Wochner segneten die Räume.
"Gut zu arbeiten im Interesse der Schüler ist nur möglich, wenn man auch gut unterstützt wird", hob Christoph Wolk, Leiter der Hugo-Höfler-Realschule, hervor. Für die Jugend könne man keinen Cent zu viel ausgeben, sagte Wolk, der auch geschäftsführender Schulleiter für die Schulen in Breisach und Vogtsburg ist. Er dankte dem Gemeinderat, der mit seiner Entscheidung für die Einführung der Ganztagsschule vor einigen Jahren die schulische Entwicklung in dem Mittelzentrum maßgeblich mitprägte.
"Bildungsarbeit funktioniert nur, wenn die Kooperation klappt", sagte Wolk. Mittlerweile würden nicht nur Werkrealschüler und Realschüler, die den ganzen Tag an der Schule sind, in der Mensa essen. Auch Kinder aus dem Halbtagsbetrieb und Lehrer würden hier zusammen speisen.
Cannelloni mit Tomatensoße und Käse oder doch lieber mit Champignons gefüllte Kartoffeln und einen Teller vom Salatbuffet? Dass das Essensangebot bei den Schülern der Hugo-Höfler-Realschule und der Julius-Leber-Schule gut ankommt, bestätigte auch Siegmund Früh. "Sie genießen die Atmosphäre und das Zusammensein", hob der Leiter der Julius-Leber-Schule hervor. "Für ein gelungenes Miteinander sind in diesem Rahmen beste Voraussetzungen gegeben", sagte er.
Nachdem der Ganztagsschulbetrieb an den beiden Schulen begonnen hatte, aßen die Hauptschüler vorerst in der Aula und die Realschüler in den Räumen des ehemaligen Jugendzentrums zu Mittag. Nach und nach kamen weitere Schüler dazu, die eine warme Mahlzeit brauchten, da sie den ganzen Tag an der Schule verbringen.
Bei der Planung des Essensangebots legte der Gemeinderat großen Wert auf eine gesunde Verpflegung und holte deshalb unter anderem auch den Rat der Schulverpflegungsstelle des Landes ein. Angeboten werden in der Mensa täglich zwei Gerichte, davon ein vegetarisches. Darüber hinaus gibt es ein Salatbuffet. Die Speisen werden vom Breisacher Restaurant am Rhein frisch zubereitet und geliefert.
Autor: Christine Aniol
