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07. September 2009

Engagiert für Handwerk und Wirtschaft

IM PORTRÄT: Andreas Klein ist neu in der FDP/FWB-Fraktion im Breisacher Gemeinderat

  1. Andreas Klein Foto: gerold zink i

BREISACH (gz). Wenn einer vom letzen Platz einer Liste auf Rang 2 vorstürmt, dann muss er entweder sehr bekannt oder sehr beliebt sein. Auf Andreas Klein, der für die Freien Wähler Breisach (FWB) den Einzug in den Gemeinderat geschafft hat, trifft wohl beides zu. Denn als Vorsitzender des Bürgerlichen Krankenvereins und als Inhaber eines Steinmetzbetriebes ist er bekannt wie ein bunter Hund.

Und wer auf Anhieb 1525 Stimmen erhält, muss von vielen sehr geschätzt werden. Platz 14 einer Liste reicht normalerweise nicht für den Einzug in den Stadtrat. Andreas Klein hatte auch nicht damit gerechnet, entsprechend groß war die Freude bei ihm, seiner Frau und seinen 3 Kindern. "Nun muss ich erst einmal schauen, was da so auf mich zukommt. Nach der ersten Gemeinderatssitzung hat mir schon etwas der Schädel gebrummt", erzählt der sympathische Mandatsträger.

Freddo Dewaldt, Vorsitzender der Breisacher FDP, die mit den Freien Wählern eine Fraktionsgemeinschaft bildet, hatte ihn beim Neujahrsempfang der Stadt auf eine Bewerbung angesprochen und Klein sagte nicht gleich Nein, aber auch nicht Ja. "Ich habe mir eine Bedenkzeit erbeten und das war auch gut so", fügt er hinzu. Denn Familie, eigene Firma, Vorsitz im Bürgerlichen Krankenverein, Gemeinderat und aktiver Musiker im Musikverein Tunsel – das sind viele Verpflichtungen, die es unter einen Hut zu bringen heißt.

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Klein entschied, es zu versuchen, und sitzt nun für die Freien Wähler im Gemeinderat. Dort will sich der 47-Jährige, der in Tunsel aufgewachsen ist und vor 15 Jahren nach Breisach kam, vor allem für die Wirtschaft und das Handwerk einsetzen. Möglichst viele städtische Aufträge sollten auch in Breisach bleiben, ist seine Meinung. Darüber hinaus hält er die Neugestaltung der Rheinuferpromenade und des Marktplatzes sowie die Förderung der Familien für sehr wichtig.

"Wir leben gerne in Breisach und sind stolze Mitbürger", sagt er über sich und seine Frau Sybille. Deshalb sei es für ihn selbstverständlich, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Dies tut er auch als Unternehmer, der in seinem Steinmetzbetrieb 4 Angestellte beschäftigt. Damit in Breisach die Zahl der Arbeitsplätze wieder steigt, will er sich dafür einsetzen, dass neue Firmen gefunden werden, die sich in den erschlossenen Gewerbegebieten ansiedeln. Ein besonderes Herzensanliegen ist dem Steinmetzmeister darüber hinaus die Gestaltung des Friedhofes.

Der "Vereinsmensch" Klein will außerdem, dass die vielen Vereine weiter von der Stadt finanziell gefördert werden. Im Gemeinderat und in der Fraktion will er seine Ansichten offen vertreten, hofft zum Schluss einer Debatte aber stets darauf, dass sich möglichst alle einig werden. Sich selbst schätzt er als "eher bedächtig" ein. Ob er künftig noch Zeit für seine Hobbys Fußball und Tennis findet, weiß er nicht. Nachdem ihm die Bürger das Vertrauen geschenkt hätten, genieße die Arbeit im Gemeinderat erst einmal Vorrang.

Autor: gz