Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

14. September 2009 14:30 Uhr

An der Hugo-Höfler Realschule und der Julius-Leber-Schule

Erster Schultag für die Ganztagsschüler

Für die Ganztagsschüler in der Hugo-Höfler-Realschule und in der Julius-Leber-Schule ist heute erster Schultag. Das achtköpfige Sozialarbeiterteam hat in den Ferien eifrig gearbeitet, um den Fünftklässlern einen spannenden Schulalltag zu bieten.

  1. Auch das Sozialarbeiterteam trifft sich gerne am Tischkicker. Foto: Agnes Pohrt

BREISACH. " Wir haben viele Ideen zusammengetragen, aber es war gar nicht so einfach, sie unter einen Hut zu bringen", sagt Streetworker Willi Ingenhoven, der mit Schulsozialarbeiterin Christa Erschens bis Jahresende die Projekte koordiniert. Real- und Hauptschule haben unterschiedliche Konzepte, daher sind auch die Anforderungen an die Sozialarbeiter und Sozialpädagogen verschieden. "In der Realschule begleiten wir, in der Hauptschule gehen wir in den Unterricht hinein und trainieren die Schüler in sozialer Kompetenz", erläutert Ingenhoven. Für die Realschüler gibt es in der 6. Stunde eine Hausaufgabenbetreuung, in der Hauptschule finde stattdessen während des Unterrichts die "Lernzeit" statt.

In beiden Schulen betreut das Sozialarbeiterteam die Schüler in der Mittagspause. Solange das Mensagebäude noch nicht steht, müssen Real- und Hauptschüler getrennt essen. Für die Realschule wurde im ehemaligen Juze ein Mensaraum eingerichtet, die Hauptschüler nehmen die Mahlzeit in einem abgeteilten Bereich der Aula ein.

Die Mittagspause dauert von 13.10 bis 14.25 Uhr. 45 Minuten davon sind für Freizeitgestaltung vorgesehen. Zur Auswahl stehen 6 offene Angebote, erläutert Erschens: Bewegung im Freien, Kreativität, Tischkicker und Tischtennis, Tisch- und Gesellschaftsspiele sowie Lesen und Entspannen. Falls Schüler die Pause auch dazu nutzen möchten, sich auf den Unterricht vorzubereiten, wird "vertieftes Lernen" angeboten.

Werbung


An einem Nachmittag in der Woche findet kein Unterricht statt. Stattdessen widmen sich die Kinder Projekten. Auch hier gibt es 6 Angebote. Jeder Schüler muss sich für eines entscheiden und bis zu den Herbstferien dabei bleiben. Zur Auswahl stehen Gestalten mit Naturmaterialien, "Musik in Aktion" (Selbermachen, Hören und Bewegen), Hockey und Sport, "die Mädchenkiste" (Mode, Schminken), Kochen unter den Motto "Leckeres aus aller Welt" und Märchen. In der Julius-Leber-Schule ist Montagnachmittag Projekttag, in der Hugo-Höfler-Realschule am Donnerstagnachmittag. Vorerst ist ausschließlich das Sozialarbeiterteam für die Projekte zuständig. Aber es habe bereits ein Treffen mit Vereinen stattgefunden, berichtet Ingenhoven, auch Einzelpersonen könnten Projekte anbieten. "Vor der Verantwortung muss sich niemand fürchten", versichert der Streetworker. "Bei jedem Projekt ist immer eine Fachkraft aus dem Sozialarbeiterteam dabei", ergänzt Erschens.

Ein besondere Raum für Kinder mit Hörschädigung

Sowohl in der Real- als auch in der Hauptschule gibt es es zwei Ganztagsklassen, wobei in der Realschule ein Klassenraum für Kinder mit Hörschädigung eingerichtet wurde.

Nicht einfach war es zusätzliche Räume für den Ganztagsschulbetrieb zu zu finden. Solange das Mensagebäude nicht fertig ist, geht es noch provisorisch zu. 5 Realschulklassen werden in Klassenzimmercontainern unterrichtet, 2 Klassen mussten vorübergehend in der Hauptschule untergebracht werden.

Gottfried Martin, Konrektor der Hugo-Höfler-Realschule, und Siegmund Früh, kommissarischer Leiter der Julius- Leber-Schule, sind sich einig, dass das Konzept für die Ganztagsschule sehr gelungen sei. Dazu habe auch die Stadt Breisach beigetragen, die die Ressourcen zur Verfügung stellte.

In der ersten Schulwoche steht das Kennenlernen im Vordergrund. "Schwerpunkt wird das Thema ’Wer bin ich sein’, dazu gibt es passende Spiele am Nachmittag", kündigt Erschens an. Auch die Eltern bekommen in dieser Woche Gelegenheit, die Ganztagsschule kennenzulernen. Am Freitag ist statt Mittagessen ein gemeinsamer Grillnachmittag vorgesehen, zu dem die Eltern eingeladen sind.

Autor: Agnes Pohrt