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23. Mai 2009
FDP und FWB wollen Aufzug auf den Münsterberg
BZ-Serie Wahlprogramme der Parteien (IV): Für Liberale und Freie Wähler ist die Förderung der Wirtschaft besonders wichtig
BREISACH (bp). Weitreichende Perspektiven für Breisach haben FDP und Freie Wähler (FWB) im Vorfeld der Gemeinderatswahlen entwickelt. Augenfälligstes Projekt ist die seit Jahren angedachte Aufstiegshilfe auf den Münsterberg, für die ein neuer Entwurf erarbeitet wurde. Weitere Inhalte des Programms sind: mehr Lebensqualität für alle Generationen, gezielte Wirtschaftsförderung, eine ausgewogene Stadtentwicklung und eine Verbesserung der Verkehrslenkung, beispielsweise durch innerstädtische Einbahnstraßenregelungen am Wochenende.
"Wir haben Breisach ganzheitlich im Blick", erklärt der amtierende Fraktionssprecher Werner Schneider. FDP und FWB gehe es darum, die Zukunft aktiv und generationenübergreifend zu gestalten. Aufgrund der demografischen Entwicklung notwendige Prozesse seien frühzeitig einzuleiten. Erfolgreiche Wirtschaftsförderung sei die beste Sozialpolitik. Es gelte dafür zu sorgen, dass Arbeiten und Wohnen in und um Breisach möglich ist. Neben einer ausreichenden Zahl von Arbeitsplätzen führten auch Projekte wie eine barrierefreie Begehbarkeit der Stadt und die größtmögliche Unterstützung der Vereine zu mehr Lebensqualität für alle Generationen. Im Bereich der Kinderbetreuung habe man viel erreicht, sagt Imogen Wiedensohler, Vorsitzende der Freien Wähler. Nun sei darauf zu achten, dass durch die Ganztagsschulen keine Konkurrenz zu den Vereinen entstehe, da Letztere ein wichtiges gesellschaftliches Bindeglied darstellten.
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"Verkehrswege sind Wirtschaftsadern", betonen die Liberalen. Doch eine Verbesserung der Verkehrslenkung sei für Breisach dringend geboten. In Zeiten leerer Kassen seien kreative Ideen gefragt. So könnte nach Ansicht der Wählervereinigung zum Beispiel eine Einbahnstraßenregelung an Wochenenden die Situation rasch verbessern. Eine geänderte Verkehrsführung an den Brennpunkten mindere zudem den Lärm.
Eine gelungene Stadtentwicklung müsse sich zu gleichen Teilen an den Bedürfnissen von Bürgern, Gewerbe und Touristen als wirtschaftlichem Zukunftsfaktor orientieren. FDP und FWB wünschen sich eine verbesserte Erreichbarkeit von Verwaltung und Sehenswürdigkeiten auf dem Münsterberg. Daher wurde ein neuer Entwurf für die bereits seit 1994 geforderte Aufstiegshilfe entwickelt. Wie der FDP-Ortsvorsitzende Freddo Dewaldt ausführt, ist ein Aufzugsturm an der Westseite geplant, der von der Josef-Bueb-Straße zugänglich ist und nach einem Zwischenhalt in der Fischerhalde das Ehrenmal am Hagenbachturm erreicht.
Auch der Ausbau von Fahrradwegen in der Stadt, zwischen den Stadtteilen und angrenzenden Gemeinden sei für alle sinnvoll. Die Retention mit ihren künstlichen Überflutungen bedrohe die Naherholungsgebiete im Rheinwald und das Eigentum der Bürger. Daher wollen sich FDP und FWB weiterhin intensiv für den Stopp dieses "ökologisch unsinnigen und wirtschaftlich unverantwortlichen" Projekts engagieren.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.fdp-fwb-breisach.de
Autor: bp
