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23. Januar 2010

Für beide Seiten von Vorteil

18 Unternehmen aus der Region stellten sich den Schülern der Breisacher Realschule vor

  1. Auf großes Interesse bei Schülern und Eltern stieß die Idee von Realschullehrer Oliver Staib, 18 Betriebe der Region in die Schule einzuladen, um deren Ausbildungsplätze vorzustellen. Foto: hans-jochen voigt

BREISACH. Einen neuen Weg gehen die Hugo-Höfler-Realschule in Breisach sowie Firmen und weiterführende Schulen in der Region, um Schülerinnen und Schülern ihre berufliche Zukunft näher zu bringen. Realschullehrer Oliver Staib hatte am Donnerstagabend zwischen den Schülern der 9. Klassen, deren Eltern, den Lehrern und 18 beruflichen Einrichtungen ein Treffen organisiert, das bei allen Beteiligten auf große Zustimmung stieß. Die Aula der Realschule war voll besetzt.

Staib zeigte sich erfreut, dass so viele Teilnehmer seiner Einladung gefolgt waren. Er dankte der Schulleitung, die seine Idee sofort angenommen hatte. Zusammen mit der Schülerin Oliva Waldreisen, die den blinden Lehrer unterstützte, moderierte er die Begrüßung. Harald Bitzenhofer, Dezernent der Stadt Breisach, erklärte, dass die Stadt solche Begegnungen "für äußerst wichtig" halte und sie deshalb gerne unterstütze. "Stellt den Betrieben alle möglichen Fragen", forderte er die Schüler auf.

Schulelternbeirat Thomas Scharkesi konnte den Ausbildungsleitern der zahlreichen Firmen die Absolventen der Hugo-Höfler-Schule "wärmstens empfehlen". "Wenn sie die Bewerbungsunterlagen eines dieser Schüler in den Händen halten, haben sie einen guten Kandidaten", versprach Scharkesi. Dietmar Schwörer von der Agentur für Arbeit forderte von den Schülern ein differenziertes Selbstbild. In Praktika und Gesprächen sollten sie feststellen, wo ihre Ziele und Vorlieben lägen. Liegt ein Ziel vor, kann eine gute Planung zur Realisierung des Berufswunsches führen.

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Die Schülersprecher Madleen Baumgartner und Marcel Armbruster waren erfreut, dass auch viele Auszubildende gekommen waren, um ihre Erfahrungen an die Schüler weiterzugeben. Nach der Vorstellung der Betriebe ging es in die Klassenräume, in denen individuelle Gespräche stattfanden. Nach jeweils 20 Minuten sollte dann gewechselt werden.

Auch die Agentur für Arbeit stellte sich vor
Über zahlreiche unterschiedliche Berufsbilder konnten sich Eltern und Schüler informieren. Die Agentur für Arbeit aus Freiburg stellte den Beruf des Fachangestellten für Arbeitsförderung sowie für Arbeitsmarktmanagement und beschäftigungsorientierte Beratung vor. AOK und Barmer bieten Ausbildungsplätze als Sozialversicherungsfachangestellte, die Debeka Freiburg als Kaufmann für Versicherung und Finanzen an. Die Badenova informierte über die Ausbildung zum Industriekaufmann und Elektroniker für Betriebstechnik, der Badische Winzerkeller über Weinküfer und Groß- und Außenhandelskaufleute. Der Malerbetrieb Birmele aus Ihringen bietet eine Ausbildung zum Maler an. Drogisten sucht der DM-Markt in Breisach, Elektro-Geppert bildet Elektroniker aus. Das Weingut Heger aus Ihringen will 2 Auszubildende für den Beruf Winzer einstellen. Vielfältig ist auch das Angebot der Helios-Rosmann-Klinik, die Gesundheits- und Krankenpfleger, operationstechnische Assistenten und medizinische Fachangestellte ausbildet.

Rhodia Acetow aus Freiburg bietet die Berufe Elektroniker, Konstruktions- und Industriemechaniker, Mechatroniker und Bachelor of Engineering Maschinenbau/Verfahrenstechnik an. Die Volksbank Breisgau Süd und die Sparkasse Staufen-Breisach stellten das Berufsbild des Bankkaufmanns vor, die Sparkasse zusätzlich den Finanzassistenten und den Bachelor-Studiengang über die duale Hochschule. In der Stadtverwaltung Breisach kann der Beruf des Verwaltungsfachangestellten erlernt werden, bei der Firma Weintrans Kaufmann für Logistik- und Speditionsdienstleistungen, Fachkraft für Lagerlogistik und Berufskraftfahrer.

Die Max-Weber-Schule und die Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule bieten zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Mittleren Reife.

Freddo Dewaldt, Geschäftsführer der Weintrans, besuchte seinen Firmenstand und berichtete, wie wichtig es für die Unternehmen sei, junge Leute gut auszubilden. Seine Firma habe zurzeit 9 Lehrlinge. Hermann Haag vom Badischen Winzerkeller wünscht sich von den Bewerbern schon im Vorfeld Interesse an der zukünftigen Firma und für die Kaufleute gute Noten in Mathematik. Die Bewirtung hatte die Klasse 10 e übernommen.

Autor: Hans-Jochen Voigt