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11. Februar 2011

"Gute Gastgeber sind sehr wichtig"

Ernst Burgbacher, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft, sprach in Breisach über "Gastgewerbe und Tourismus".

  1. Über das Thema Gastgewerbe und Tourismus diskutierten im Badischen Winzerkeller Freddo Dewaldt, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft, Ernst Burgbacher, die Breisacher FDP-Ortsvorsitzende Dagmar Ewert-Groh und Peter Ehrhardt, der Vorsitzende des Kreisverbandes Freiburg Land des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga (von links). Foto: Christine Aniol

BREISACH. Wie können wir den Tourismus zukunftsfähig machen? Welche Ideen gibt es, um die mittelständischen Unternehmen in Breisach und am Kaiserstuhl zu unterstützen? Bei seinem Besuch im Badischen Winzerkeller widmete sich Ernst Burgbacher, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft, diesem Thema.

Nicht nur Vertreter des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes sowie Parteimitglieder waren erschienen, um mit dem FDP-Politiker ins Gespräch zu kommen. Auch Mitarbeiter von Tourismusbüros sowie Bürgermeister der umliegenden Gemeinden versammelten sich in Breisach.

"Ich freue mich auf die Ideen, die Herr Burgbacher uns vorstellen wird", betonte Dagmar Ewert-Groh. Der Tourismus und das Gastgewerbe seien für die Region von großer Bedeutung, sagte die Breisacher FDP-Ortsverbandsvorsitzende. "Schließlich sind gerade in diesem Bereich viele Menschen beschäftigt. Es gilt, die Arbeitsplätze zu sichern", begründete sie die Wahl des Themas "Das Gastgewerbe als Basis für den Tourismus". "Breisach lebt vom Tourismus. Gäste aus Deutschland sowie aus dem Ausland kommen gerne an den Rhein. Wein, Genuss und der Kaiserstuhl ziehen die Menschen an", bestätigte Breisachs Bürgermeister Oliver Rein. Man müsse sich klar machen, dass es ohne gute Gastgeber keine Gäste gebe, fügte der Rathauschef hinzu. Besonders toll sei, dass mit Burgbacher ein Fachmann für den Diskussionsabend gefunden werden konnte, der in der Münsterstadt am Rhein schon oft zu Gast war, fügte er hinzu.

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"Das Gastgewerbe ist die Zugmaschine des Mittelstands und Jobmotor in der Region", betonte der Dehoga-Kreisvorsitzende für die Region Freiburg-Land, Peter Ehrhardt. Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotels von 19 auf 7 Prozent sei dringend notwendig gewesen, um im Tourismus weiterhin international wettbewerbsfähig zu bleiben, sagte er. "Ich hoffe, dass die FDP ihren Kurs beibehält", betonte Ehrhardt. Allein 2010 habe das Gastgewerbe in Deutschland 900 Millionen Euro investiert. In Baden-Württemberg seien bis 2009 jährlich im Schnitt 120 Millionen Euro für neue Projekte ausgegeben worden und im Jahr 2010 nach der Senkung des Mehrwertsteuersatzes 240 Millionen Euro. Die Dehoga sei davon überzeugt, dass sich dieser Trend auch 2011 fortsetzen werde.

Burgbacher machte den Vertretern des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands allerdings wenig Hoffnung, dass in nächster Zeit auch eine Senkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie durchsetzbar sei.

"Das Wirtshaus gehört zur Kultur in den Gemeinden, diese Strukturen müssen bestehen bleiben", machte er aber deutlich.

Lob für den Mittelstand

"Menschen wollen im Urlaub aktiv sein, das ist der Trend", sagte Burgbacher. Deshalb sei in ganz Deutschland, vor allem in den wärmeren Regionen des Landes, vor allem der Gesundheitstourismus auf dem Vormarsch. "Dieses Element muss noch stärker ins Marketing aufgenommen werden, das betrifft auch den Kaiserstuhl und das ganze Gebiet entlang des Rheins", fügte er hinzu.

In seinem Vortrag lenkte Burgbacher schließlich den Blick auf den Mittelstand im Allgemeinen. "Gerade wegen der mittelständischen Struktur sind wir so schnell aus der Krise gekommen", betonte der FDP-Politiker.

Bei der abschließenden Diskussion wurde nicht nur über den Tourismus, sondern auch über aktuelle Themen wie Arbeitslosigkeit und die bevorstehenden Wahlen diskutiert. "Wir müssen mutig in die Zukunft schauen und nach vorn gehen", lautete Burgbachers Appell.

Autor: Christine Aniol