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12. April 2010 16:39 Uhr

Spende vom Rotary-Club beider Breisach

Hilfe für ein Kinderheim in Madagaskar

Der Rotary-Club beider Breisach, der sich abwechselnd auf der deutschen und auf der französischen Rheinseite trifft, hat vor Weihnachten eine 2000-Euro-Spende an sein Mitglied Jack Lorget nach Madagaskar geschickt

  1. Jack und Irene Lorget mit einem Teil ihrer Schützlinge und des Kinderheimpersonals. Foto: Privat

BREISACH/NEUF-BRISACH. Jack Lorget leitet zusammen mit seiner Ehefrau Irène seit fast zwei Jahren das Kinderheim Akany Sambatra auf der Insel im indischen Ozean. Jüngst informierten die beiden den Club über die Verwendung der Spende.

Das Schweizer Hilfswerk "Familles sans frontières" hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern, die keine Familie haben, wieder ein Zuhause zu geben. Das Kinderheim Akany Sambatra hatte im vergangenen Jahr 85 Kindern Hilfe zukommen lassen. Außerdem unterstützte das Heimpersonal ehemalige Zöglinge, die nun selbstständige junge Erwachsene sind. Das Kinderheim wird durch ein Adoptionszentrum ergänzt. 2005 hat auch der Inselstaaat Madagaskar die Konvention von den Haag über internationale Adoptionen ratifiziert und seine Gesetzgebung entsprechend geändert. Seitdem hat sich allerdings der Aufenthalt in den Aufnahmezentren ganz erheblich verlängert.

Im Dezember vergangenen Jahres überraschte der Rotary Club der beiden Breisach, der mit dem Ehepaar Lorget in engem Kontakt geblieben ist, das Akany Sambatra Kinderheim mit einer 2000-Euro-Spende.

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Und Irène und Jack Lorget haben nun ihrerseits mit ihrem Bericht über die Verwendung des Geldes bei den Spendern für eine Überraschung gesorgt.

Nur ein kleiner Teil des Geldes wurde für den Kauf von Weihnachtsgeschenken verwendet. "Wir haben dann die kostspieligen medizinischen Untersuchungen für einen unserer größeren Jungs, der seit zwei Jahren an einer bisher ungeklärt gebliebenen Krankheit am rechten Bein leidet, in Angriff nehmen können. Das ’Institut Pasteur’ von Antananarivo hat Gewebeproben in Frankreich untersuchen lassen. Das hat endlich zur Diagnose von Knochentuberkulose geführt. Und der Junge konnte eine Behandlung antreten", schreibt Jack Lorget.

Dank der Spende konnte auch mehreren Müttern in Not bei Schwangerschaft, Entbindung und beim Kauf von Babybedarf finanziell geholfen werden. "Wir hoffen, dass dank dieser Hilfe weniger Kinder ausgesetzt werden", schreibt Irène Lorget. Außerdem habe man dafür sorgen können, dass mehrere Kinder aus der unmittelbaren Nachbarschaft zur Schule gehen können.

Zu guter Letzt blieb von dem Weihnachtsgeschenk aus Breisach/Neuf-Brisach sogar noch etwas Geld für einen kleinen Ferienaufenthalt am Indischen Ozean übrig, den Jacques und Irène Lorget mit ihren Schützlingen bald unternehmen werden.

Autor: bz