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16. Juni 2017

Leserbriefe

TURNVEREIN UND KARATE
"Verhandlung über unseren Kopf hinweg"
Zum Artikel "Trennung mit bitterem Nachgeschmack" in der Badischen Zeitung vom Samstag, 22. April, erreichte uns folgende Leserzuschrift:
Eine lange Geschichte findet ihr trauriges Ende. Seit 40 Jahren gab es den Karatesport im Turnverein Breisach und es ist der erste Rauswurf einer Abteilung in der Geschichte des Turnvereins.

Die genannten Abteilungen, die angeblich geschlossen wurden, sind nicht von Seiten des Vorstandes geschlossen worden, sondern von den Trainern aufgegeben worden.

Wir gehörten zu den größeren Abteilungen im Turnverein, die Mitgliederzahl 48 berücksichtigt nur die aktiven Mitglieder. Es gab auch zahlende Mitglieder, die uns treugeblieben sind, auch wenn sie nicht mehr zum Training kamen.

Wer immer fleißig bei der Jahreshauptversammlung vorbeigeschaut hat, so wie wir, kann bestätigen, dass wir im Ranking der Abteilungen auf Platz 5 standen. Der tatsächliche Grund liegt vermutlich bei der finanziell lukrativeren Abteilung, die von den Krankenkassen bezuschusst wird.

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Dafür eine so langjährige Abteilung zu schließen und damit verbunden auch das langjährige Ehrenamt mit Füßen zu treten, ist eines Vereines nicht würdig. Vielleicht ist dem auch der Umstand geschuldet, dass eine angesagte Jubiläumsfeier nicht stattfinden kann. Der Satz: Der (Umgangs-)Ton macht die Musik sollte nicht nur Leitsatz eines Musikvereines sein.

Tatsächlich sind die freundlichen Angebote, von denen gesprochen wurde und die wir wohl abgelehnt haben, gar nicht mit uns besprochen worden. Stattdessen wurde über unseren Kopf hinweg verhandelt und uns mitgeteilt, dass der Turnverein unserer Abteilung bis zum Jahresende auflöst und der ASV uns übernehmen würde. Eine Entschuldigung bezüglich des "Missverständnisses, dass die Polizei gerufen wurde" ist bei uns nicht angekommen, scheint im luftleeren Raum verhallt zu sein.

Es gäbe vieles noch zu erwähnen und richtigzustellen, eines aber fragen wir uns: Frau Dr. Ewert-Groh ist 1. Vorsitzende des Turnvereins, sie trat diesbezüglich nie persönlich auf, das große Ganze ist von ihren Mitarbeitern erledigt worden, auch die Interviews in der Badischen Zeitung, wie man lesen kann.

Kann sie nicht, darf sie nicht oder will sie nicht, außer neue Abteilungen zu gründen und Alteingesessene rauszuschmeißen.

Autor: Christine Probst, Hartheim und