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05. April 2009 14:52 Uhr

Museum für Stadtgeschichte zog Bilanz

Mehr Besucher, weniger Schulklassen

Eine positive Bilanz für das Jahr 2008 zog der Leiter des Museums für Stadtgeschichte, Uwe Fahrer, im Rahmen der jüngsten Sitzung des Breischer Verwaltungs- und Sozialausschusses. Insgesamt statteten 7500 Gaste dem Museum einen Besuch ab.

  1. Im sogenannten Rheintor ist seit 1991 das Breisacher Stadtmuseum beheimatet. Foto: Bianka Pscheidl

Cäsar Oliver Rein? Der Bürgermeister winkte schmunzelnd ab. Dabei darf Breisach als einzige Gemeinde Baden-Württembergs nachweislich den Titel "Römische Kaiserstadt" tragen, wie Uwe Fahrer, Leiter des Museums für Stadtgeschichte, im Rahmen der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses berichtete. Diese und andere neue Erkenntnisse über die Römerzeit stehen im Mittelpunkt der diesjährigen musealen Aktivitäten. Für das Jahr 2008 zog Fahrer eine positive Bilanz.

Im vergangenen Jahr zählte das Museum im Rheintor 7500 Besucher. Seit der Eröffnung im Jahr 1991 haben rund 138 000 Menschen die historischen Ausstellungen besichtigt. Als besonderer Publikumsmagnet erwies sich 2008 der erstmalig ausgerichtete "Alamannen-Aktionstag", der 268 Personen in das Stadtmuseum lockte. Auch andere Termine wurden verstärkt wahrgenommen. "Sowohl am Töpfermarkt als auch am Weinfestwochenende konnte sich das Museum wesentlich besser in die Veranstaltungen integrieren als in den Vorjahren", freute sich Fahrer über die an diesen Tagen deutlich gestiegenen Besucherzahlen. Zudem seien im zurückliegenden Jahr wieder verstärkt Sonderausstellungen organisiert worden. "Wir wählen hierbei bewusst breit gefächerte Themen, um möglichst viele Menschen damit anzusprechen", erklärte der Museumsleiter.

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2008 seien insgesamt 42 Führungen – sieben mehr als im Vorjahr – organisiert worden. Einen Rückgang habe es lediglich beim Besuch von Schulklassen gegeben. Dafür seien auch 5 Kindergartengruppen mit 134 Kindern betreut worden: "So können wir schon die Kleinsten an unsere Geschichte heranführen." Es sei erforderlich die Ausstellungen immer wieder dem aktuellen Stand der Forschung anzupassen.

Nachdem im zurückliegenden Jahr die Abteilung "Frühmittelalter" neu gestaltet wurde, wird 2009 die Ausstellung zur Römerzeit überarbeitet, was dann im Sommer mit einem "Römertag" gefeiert werden soll.

Im Rahmen "1640 Jahre Breisach" wird derzeit eine Ausstellung zur 1600-Jahrfeier im Jahr 1969 mit entsprechender Filmvorführung vorbereitet.

Die Ausschussmitglieder lobten Fahrer und sein Team für die erfolgreiche Arbeit. Reiner Zimmermann nannte das Museum ein Aushängeschild für Breisach. Es sei wichtig, Geschichte vor Ort stattfinden zu lassen. Das Museum eigne sich hervorragend, um das Geschichtsverständnis von Kindern zu fördern. In Anbetracht der rückläufigen Besucherzahlen bei Schulklassen sei es wünschenswert, Lehrer noch stärker zu motivieren, diese Möglichkeit zu nutzen. Barbara Kuhn sprach den Mitarbeitern des Museums ihren Dank für die Beteiligung am Ferienprogramm aus. Wendelin Hintereck äußerte die Bitte, die Breisacher Ortsteile künftig mehr in die Ausstellungen einzubeziehen. Bürgermeister Oliver Rein bezeichnete die Sonderveranstaltungen als Image-bildend und rief die Breisacher Bevölkerung dazu auf, weiter nach dem Standort des römischen Hafens zu suchen. Für dessen Entdeckung sei die Verleihung der Bürgermedaille gewiss.

Ansprechpartner beim Museum für Stadtgeschichte: Uwe Fahrer, Telefon 07667/83265, E-Mail fahrer@breisach.de

Autor: bp