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25. Juni 2010
Putzen statt büffeln für den guten Zweck
Breisacher Schüler spenden ihren Arbeitslohn zugunsten der "Aktion Tagwerk" .
BREISACH. Über die Hälfte der 900 Schülerinnen und Schüler der Hugo-Höfler-Realschule nahmen an der diesjährigen "Aktion Tagwerk – Dein Tag für Afrika" teil. Jungen und Mädchen aller Klassen legten für einen Tag Bücher und Hefte beiseite und tauschten sie – für einen guten Zweck – gegen andere Arbeitsgeräte. Denn der Lohn ihrer Arbeit kommt in vollem Umfang der Förderung von Bildungsprojekten für Kinder und Jugendlichen in afrikanischen Ländern zugute.
"Hol die Bildung aus dem Abseits" heißt das diesjährige Aktionsmotto in Anlehnung an die Fußball-WM in Südafrika. In Breisacher Firmen und Kindergärten, in städtischen Ämtern oder der eigenen Familie übernahmen sie für einige Stunden Betreuungs-, Reinigungs- und Aufräumtätigkeiten und spendeten ihren erworbenen Verdienst für Jugendliche in afrikanischen Ländern. Im vergangen Jahr machten 800 Schulen bei der "Aktion Tagwerk" mit, damals brachte sie 1,3 Millionen Euro an Spenden ein. Bereits seit 2006 beteiligen sich auch Schüler der Hugo-Höfler-Realschule an der Initiative.
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Jetzt waren unter anderem Neuntklässler für das städtische Umweltamt aktiv und räumten im Naturschutzgebiet am Winklerberg, am Schwanenweiher, vor dem Rheintor und im Biotop Isenberg auf. In diesem eingezäunten, städtischen Vier-Hektar-Areal hatte sich vor allem aus dem nahe gelegenen Baumarkt zugewehtes Verpackungsmaterial im dichten Unterholz gesammelt. Mit Müllsäcken und Arbeitshandschuhen ausgestattet, reinigten die Jungen und Mädchen das Gelände stundenlang von Styroporteilen und anderem Müll. Umweltamtsleiter Hans-Willi Hennig, der die Schüler für das Großreinemachen im Biotop angefordert hatte, zeigte sich mit dem Erfolg sehr zufrieden.
Susanne Doll, Verbindungslehrerin der Realschule, sieht in dem Arbeitsprojekt eine Anleitung für das Erlernen sozialer Kompetenzen. Mit Fleiß und großem Einsatz waren die Schüler bei der Sache. Nicht nur, weil es ein Tag ohne Schule war, sondern auch weil sie zur Verbesserung der Bildungschancen von Kindern in Ruanda, Angola oder Burundi beitrugen. Ohne Abzug geht der von den Auftraggebern an die Schüler gezahlte Arbeitslohn an das Hilfsprojekt der "Aktion Tagwerk". Hinzu kommen großzügige Geldspenden von vielen der beteiligten Unternehmen.
Autor: Kai Kricheldorff
