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09. Februar 2010 15:39 Uhr

Damit Kinder bessere Bildungschancen haben

Schüler engagieren sich für Afrika

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Breisacher Hugo-Höfler-Realschule an der Kampagne der "Aktion Tagwerk – Dein Tag für Afrika". Gefördert werden damit Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche in afrikanischen Ländern.

  1. Oft müssen Kinder in Afrika arbeiten und können nicht zur Schule gehen. Foto: Alexander Joe

BREISACH. Nadja Matz und Kerstin Michel, 2 junge Projektmitarbeiterinnen der in Mainz ansässigen Initiative, stellten jetzt den Schülern der Breisacher Realschule das diesjährige Projekt vor. Sein Motto: "Hol die Bildung aus dem Abseits".

Im Mittelpunkt soll dabei Südafrika stehen. Die "Aktion Tagwerk" will die Popularität der Fußball-WM im Sommer in Südafrika für ihr Ziel nutzen, hierzulande Geld für Schul- und Bildungsprojekte in Afrika zu sammeln.

Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schulformen sind dazu aufgerufen, am 22. Juni, dem diesjährigen Aktionstag, mit ihrer Arbeitskraft gleichaltrige Afrikaner zu unterstützen. Das kann durch Arbeiten im Freundes- und Familienkreis geschehen – zum Beispiel die Hecke in Omas Garten zu stutzen oder für den Nachbarn die Kirschen vom Baum zu pflücken. Die Schüler können aber auch mit Verkaufsaktionen, Flohmärkten oder künstlerischen Darbietungen Geld für die Aktion sammeln. Oder sie bemühen sich um ein eintägiges Praktikum in einem Breisacher Unternehmen oder bei einer städtischen Einrichtung. Einnahmen und Verdienst an diesem Tag gehen als Spenden an die "Aktion Tagwerk".

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"In den letzten Jahren haben einige unserer Klassen im Rahmen der Aktion Reinigungsdienste für die Stadtverwaltung Breisach ausgeführt", berichtet Verbindungslehrerin Susanne Doll. Sie leitet gemeinsam mit ihrem Lehrerkollegen Thomas Scherzinger das Vorhaben an der Realschule. "Das Mitmachen ermöglicht den Schülern, sich bei der Organisation eigener Projekte außerhalb der Schule zu erproben und damit soziale Kompetenzen zu erlernen", fasst Susanne Doll die Vorteile der Aktion aus schulischer Sicht zusammen.

Schüler können eigene Ideen einbringen

2009 engagierten sich 800 Schulen aus ganz Deutschland mit 200 000 Schülerinnen und Schülern auf diese Weise für afrikanische Kinder und Jugendliche. 1,3 Millionen Euro kamen dabei an Spenden zusammen, die für den Bau eines beruflichen und schulischen Ausbildungszentrums in Südafrika verwendet wurden oder an verschiedene Initiativen von Pfadfinderorganisationen zum Aufbau sinnvoller Freizeitangebote für Jugendliche in Ländern wie Ruanda, Angola und Burundi gingen.

Bei der Präsentation von Nadja Matz und Kerstin Michel, die in drei Durchgängen sämtliche Klassen der Realschule erreichte, informierten sie über die sehr oft unzureichende Schul- und Ausbildungssituation in Südafrika sowie über die von der "Aktion Tagwerk" bislang geförderten Hilfsprojekte.

Aus terminlichen Gründen wird die Hugo-Höfler-Realschule übrigens nicht am 22. Juni ihren Aktionstag für Afrika veranstalten, sondern einen Tag darauf, am Mittwoch, 23. Juni.

Bis dahin haben die Schüler, die sich freiwillig daran beteiligen wollen, Zeit genug, sich Projektideen auszudenken und vorzubereiten.

Autor: Kai Kricheldorff