Sinnesgarten wird gut angenommen

Kai Kricheldorff

Von Kai Kricheldorff

Mi, 19. Juli 2017

Breisach

Die Bewohner des Breisacher Seniorenpflegeheims fühlen sich in der geschützten Grünanlage sehr wohl / Der Förderverein sucht Helfer.

BREISACH. "Es ist wie ein erweitertes Wohnzimmer", freut sich Annabell Heintz, die Leiterin der Sozialbetreuung im Seniorenpflegeheim Breisach über den Sinnesgarten, der jetzt seit einem Jahr besteht. Während der warmen Jahreszeit wird der "Garten der Erinnerung", wie die kleine geschützte Grünanlage in einem der Innenhöfe des Heimkomplexes auch genannt wird, durchgehend von den Bewohnerinnen und Bewohnern genutzt. Denn sie schätzen ihn als ein Stück individueller Freiheit.

Der Garten, überwiegend mit Spenden finanziert, ist barrierefrei und wurde inzwischen mit Handläufen und Rampen versehen. So können sich alle, auch Rollstuhlfahrer und Benutzer von Rollatoren, ohne die Hilfe anderer sicher in ihm bewegen. Und die Bewohner mit Demenz tun es gerne. Sie können auf schattigen Bänken Platz nehmen und erfreuen sich an den Pflanzen und Schmetterlingen ebenso wie an den Kräuterbeeten, aus denen sie oft Rosmarin, Salbei oder Thymian zupfen, die später beim gemeinsamen Kochen verarbeitet werden.

Schwieriges Personalproblem
Das regelmäßige Kochen und Backen mit den Bewohnern ist sehr beliebt und eine der vielen Aktivitäten, die der Förderverein des Seniorenpflegeheims organisiert und finanziert. Mit seinen 110 Mitgliedern hatte er sich auch maßgeblich und sehr erfolgreich an der Spendensammlung für die Errichtung des Sinnesgartens beteiligt.

Aktuell aber steht der Förderverein vor einem schwierigen Personalproblem. Denn Ernst Schneider, seit 16 Jahren Vorsitzender, hatte beabsichtigt, die Führung demnächst in die Hände seines Stellvertreters Thomas Stork zu legen.

Der Generationswechsel war abgesprochen und gut vorbereitet. Durch den plötzlichen Tod von Thomas Stork kann er nun nicht zustande kommen. Die Mitgliederversammlung musste einstweilen verschoben werden. "Jetzt suchen wir Männer und Frauen, die für den Vorsitz und den Stellvertreterposten kandidieren wollen", beschreibt der 72-jährige Schneider die Situation. Es sind wichtige Ehrenämter, die bürgerschaftliches Engagement verlangen, als ideellen Lohn aber das genugtuende Gefühl reicher Sinnhaftigkeit zurückgeben.

Kontakt und Info: E-Mail: pflegeheim-br@stadtmission-freiburg; Telefon: 07667/94815166