Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

11. Januar 2011 13:29 Uhr

"Das Breisacher Publikum ist sehr begeisterungsfähig"

Stuttgarter Hornklasse gibt ein Benefizkonzert für den Münsterbauverein

Am Samstag, 22. Januar, um 20 Uhr, geben Studierende der Hornklasse der Musikhochschule Stuttgart unter Leitung des renommierten Hornisten, Professor Christian Lampert, ein Konzert in Breisach.

  1. Professor Christian Lampert Foto: Privat

BREISACH. Das Benefizkonzert zugunsten des Münsterbauvereins findet im Hans-Jakob-Hof des Badischen Winzerkellers statt. BZ-Redakteurin Agnes Pohrt sprach im Vorfeld mit Professor Lampert.

BZ: Sie treten bereits zum 4. Mal in Breisach auf. Wie kam es zu den Konzerten in der Münsterstadt?

Lampert: Da es für die Studenten enorm wichtig ist und viel Spaß macht, Kammermusik und Ensemble zu spielen, war ich auf der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten für ein Hornensemble mit meinen Schülern. Mein Student Martin Grom kam auf die Idee bei seinem Vater, Dr. Erwin Grom, zu fragen, ob sich in seinem Heimatort Breisach nicht etwas organisieren ließe. Zusammen haben wir dann ziemlich schnell und unkompliziert das 1. Konzert auf die Beine stellen können. Beim inzwischen traditionellen und sehr leckeren Essen nach dem Konzert bei Familie Grom haben wir dann immer schon die Ideen für das nächste Jahr zusammengetragen.

BZ: Wie viele Mitglieder hat die Hornklasse? Wie viele davon werden diesmal in Breisach spielen?

Werbung


Lampert: Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Eingeschrieben sind circa 25 Studenten. Regelmäßig zum Unterricht kommen so um die 15. Die anderen haben Aushilfs- oder Praktikantenstellen oder befinden sich schon im Probejahr für eine feste Stelle. Da uns das Hornensemble so viel Spaß macht, spielen wir heute insgesamt mit 11 Musikern und wechseln uns ab. Heute sind auch ehemalige Studenten dabei, die bereits fest in deutschen Spitzenorchestern (Stuttgarter Staatsoper, Stuttgarter Philharmoniker, Kassler Staatstheater oder dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks) engagiert sind.

BZ: Wieder spielen Sie unentgeltlich und bitten um Spenden für den Breisacher Münsterbauverein. Was verbindet Sie mit dem St.-Stephansmünster?

Lampert: Seit dem ersten Konzert war es immer klar, dass wir unentgeltlich auftreten und die freiwilligen Spenden dem Münsterbauverein zukommen lassen wollen. Die Idee kam von Dr. Grom, der im Vorstand des Münsterbauvereins ist und ja ebenfalls ehrenamtlich die stets perfekte Organisation der Konzerte übernimmt. So gibt es bei diesen Konzerten nur Gewinner: Wir können vor einem guten Publikum auftreten, das Publikum hat Freude an der Musik und die Renovierung des Münsters wird unterstützt.

BZ: Was schätzen Sie am Breisacher Konzertpublikum?

Lampert: Das Publikum ist sehr begeisterungsfähig, interessiert, herzlich und kompetent. Außerdem waren alle Konzerte immer hervorragend besucht!

BZ: Wie oft haben Sie mit Ihrer Hornklasse für das Konzert in Breisach geprobt?

Lampert: Wir haben nun 7 Probentage für dieses schwere Programm hinter uns. Das Konzert konnten wir in ähnlicher Besetzung vor einer Woche schon einmal in Tübingen spielen, mussten aber wegen Umbesetzungen eben auch zwischen den beiden Konzerten noch mal proben.

BZ: Auf welche Stücke dürfen sich die Zuhörer diesmal freuen?

Lampert: Unser Programm beinhaltet dieses Jahr ausschließlich Bearbeitungen oder Fantasien von bekannten Opernkompositionen. Sie werden natürlich den Lieblingskomponisten fast aller Hornisten, Richard Wagner, mit zwei Fantasien über seinen Lohengrin und das Rheingold hören. Dazu eine Hänsel und Gretel Fantasie, eine Suite über Bizets Carmen und die Bearbeitungen von Beethovens Egmont-Ouvertüre und Berlioz’ Römischer Carneval-Ouvertüre.

Autor: apt