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26. Juni 2009 16:29 Uhr

Zum 20-jährigen Bestehen der Deutsch-Französischen Brigade

Symbolischer Brückenschlag für Europa

Die Deutsch-Französische Brigade feiert 20-jähriges Bestehen. Am Freitag trafen sich der deutsche und der französische Heeresinspekteur, Generalleutnant Hans Otto Budde und Général d’ armée Elrick Irastorza auf dem Rhein, um die Verbundenheit der Länder darzustellen.

  1. Generalleutnant Hans Otto Budde (links) und Général d' armée Elrick Irastorza (Mitte) reichten sich auf dem Rhein die Hände. Foto: Christine Aniol

BREISACH (ca). "Der Geburtstag der Brigade ist von militärischer, aber auch von politischer Bedeutung", betonte Bernard de Montferrand, der französische Botschafter in Berlin. Sie sei ein Symbol für Europa, sagte er. Am 13. November 1987 entschieden sich der Bundeskanzler Helmut Kohl und Staatspräsident François Mitterand für die Aufstellung einer gemeinsamen Brigade. "Heute müssen wir überall einsetzbar sein", sagte der französische Inspekteur des Heeres, Général d’ armée Elrick Irastorza. Trotz der Umstrukturierung beim französischen Militär, sei das deutsch-französische Bataillon niemals in Frage gestellt worden.

Breisachs Bürgermeister Oliver Rein und Richard Alvarez, Bürgermeister von Neuf-Brisach, lobten die vielfältigen freundschaftlichen Beziehungen der beiden Länder. Die deutsch-französische Brigade sei ein Beispiel.

Rund 350 Soldaten setzten beim symbolischen Brückenschlag von der französischen auf die deutsche Rheinseite über. Die feierliche Zeremonie fand im Rahmen einer mehrtägigen Übung statt.

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Insgesamt 1500 Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade aus den Standorten im Schwarzwald, in der Rheinebene und im Elsass beteiligten sich. "Der symbolische Brückenschlag ist etwas Besonderes", sagte Rein. Besonders freue er sich, dass sich alle Beteiligten nicht nur ins Goldene Buch der Stadt Breisach, sondern auch in das von Neuf-Brisach eingetragen hätten.

Nach 1940, als die deutsche Wehrmacht versuchte, den Rhein zu überqueren und viele Soldaten ums Leben kamen und der Zerstörung Breisachs durch die Französischen Truppen im Jahr 1945, war diese Rheinüberquerung die dritte in der Geschichte.

"So wie heute, kann man sich es auch in Zukunft vorstellen", bekräftigte der deutsche Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Otto Budde. Nur mit Verständnis füreinander habe Europa eine Zukunft, sagte er.  

Autor: ca