80 Mann sind im Einsatz

Dieter Maurer

Von Dieter Maurer

Do, 05. Oktober 2017

Breitnau

Gefahrgutübung der Feuerwehren im Gewerbegebiet Ödenbach / Breitnau ist Gastgeber.

BREITNAU. Hochbetrieb herrschte am vergangenen Wochenende im Gewerbegebiet Ödenbach der Gemeinde Breitnau. Rund 80 Feuerwehrmänner und fünfzehn Einsatzfahrzeuge waren an der gemeinsamen Herbstübung der Gefahrguttruppe Hochschwarzwald beteiligt.

Ein Personenwagen fährt auf einen mit Gefahrgut gefüllten Tank auf war und beschädigt ihn. Durch Lecks entweicht hochgiftiges und brennbares Dichlordiethylether. Die Flüssigkeit läuft über den Personenwagen und die Straße. Die Giftbrühe droht zudem in einen kleinen Bach zu fließen und damit weiter in die Ravennaschlucht zu gelangen – so das Übungsszenario.

Geleitet wurde die Probe von Alexander Kleiser, Kommandant der Feuerwehr Breitnau. Zu den aufmerksamen Beobachtern gehörten der stellvertretende Kreisbrandmeister Gotthard Benitz aus Titisee-Neustadt sowie Bürgermeister Josef Haberstroh. Beteiligt waren die kompletten Wehren aus Breitnau und Hinterzarten sowie die Gefahrguttruppe Hochschwarzwald mit Aktiven und Fahrzeugen aus Löffingen, Neustadt, Lenzkirch, Schluchsee und Feldberg.

Zweimal jährlich findet eine Probe dieser Art statt

Die Einsatzkräfte mussten zunächst den Fahrer und dessen Beifahrer aus dem verunglückten Auto retten und aus dem Gefahrenbereich bringen. Die nächste wichtige Aufgabe war, das Ausbreiten des giftigen Mediums zu unterbinden. Die Wehrmänner verschlossen die Gullys und errichteten eine Barriere aus Sand und Erde. Gleichzeitig stellten sie den Brandschutz mit Löschschaum sicher. Mit Chemikalien-Schutzanzüge ausgestattete Kräfte dichteten den lecken Tank ab. Das ausgelaufene Gift wurde abgepumpt. Sämtliche mit der Flüssigkeit in Berührung gekommenen Feuerwehrmänner wurden im Anschluss in einem Dekontaminationszelt gründlich gereinigt.

Zum Abschluss lud die gastgebende Wehr aus Breitnau zu einem Vesper in das Gerätehaus ein. Dort fand auch eine Nachbesprechung der Übung statt. Kommandant Alexander Kleiser zeigte sich zufrieden: "Es hat alles gepasst." Zweimal jährlich findet eine solche Probe in einer der zehn Hochschwarzwaldgemeinden statt. Zudem trifft sich die Gefahrguttruppe mehrmals im Jahr zu theoretischen und praktischen Übungsabenden. Dabei wird das Fachwissen aufgefrischt. Gotthard Benitz betonte: "Die Bündelung der Kräfte und des Materials erhöhen die Schlagkraft der Truppe. Die Hochschwarzwälder Wehren bilden eine gut funktionierende Einheit."