Breitnau

Sabotageverdacht: Wer hat den Wasserhahn in der Halle aufgedreht?

Susanne Gilg

Von Susanne Gilg

Sa, 19. Januar 2019 um 15:43 Uhr

Breitnau

Durch einen aufgedrehten Wasserhahn in der Kultur- und Sporthalle ist am Sonntagabend ein großer Schaden entstanden. Schlimmstenfalls muss der komplette Hallenboden erneuert werden.

Im Bericht der Polizei, den die Badische Zeitung am Freitag auf Nachfrage erhalten hat, ist von Sachbeschädigung und Sabotageverdacht die Rede. "Der in der Höhe noch nicht bezifferbare Schaden wurde durch einen, über mehrere Stunden geöffneten Wasserhahn im Geräteraum der Sporthalle Breitnau verursacht.

Es besteht die Möglichkeit, dass der Wasserhahn in Schädigungsabsicht vorsätzlich geöffnet wurde. Wie der Verursacher ins Gebäude gelangte, ist noch nicht geklärt", heißt es im Polizeibericht.

"Schlimmstenfalls muss der komplette Hallenboden erneuert werden, das wird derzeit noch geprüft", sagte Breitnaus Bürgermeister Josef Haberstroh auf Anfrage der BZ, der nach eigenen Angaben am späten Sonntagabend selbst den laufenden Wasserhahn von außen bemerkt hatte. "Ich habe von außen gehört, dass da Wasser plätschert", so der Bürgermeister. Man müsse, nachdem man den Wasserzähler geprüft habe, davon ausgehen, dass weit über 40 Kubikmeter Wasser aus dem Hahn geflossen seien.

Wie hoch der Schaden wirklich sei, lasse sich im Moment noch gar nicht abschätzen, so Haberstroh. Auch müsse geprüft werden, ob im Hallenbad durch das herablaufende Wasser weiterer Schaden entstanden ist. "Ich kannte diesen Wasserhahn auch nicht und auch die Schiebetür zum Geräteraum war verschlossen", berichtet Haberstroh. Man müsse mindestens eine komplette Umdrehung machen, bis aus dem Hahn Wasser komme. "Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum der Hahn über mehrere Stunden aufgedreht gewesen ist", so der Bürgermeister.

Der Polizeiposten Hinterzarten hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeugen, sich unter Tel. 07652/ 917 70 oder auch beim Polizeirevier Titisee-Neustadt, Tel. 07651/933 60, zu melden.