Lesen

Buch vs. E-Book: Blättern oder wischen?

st/sze

Von Stephanie Streif & Sonja Zellmann

Sa, 06. Oktober 2018 um 04:20 Uhr

Neues für Kinder

Wer gerne liest, hat die Wahl: Papier oder Bildschirm? Analog oder digital? Wir haben einen Buchfan und einen E-Book-Fan gefragt, warum sie ihr jeweiliges Lesemedium so gerne mögen.

Schöne Bücher

Willi Müller, 10 Jahre, aus Merzhausen: Ich finde es gut, eigene Bücher zu haben, sie geschenkt zu bekommen oder auch mal zu kaufen. Da kann man stolz darauf sein, die ins Regal zu stellen. Man kann Bücher auch verleihen. Oder aus der Bibliothek hier bei uns im Ort ausleihen. Es macht Spaß, sie dort anzuschauen und darin zu schmökern. Ich finde es auch schön, ein neues Buch aufzuschlagen, daran zu riechen und darin zu blättern. Ein E-Book-Reader reizt mich nicht so. Es macht auch Spaß, die Bilder in den Büchern anzuschauen, wie bei dem Buch "Magic Guardians", das ich grade lese.

Ich mag vor allem Bücher mit festem Einband, Taschenbücher gehen leichter kaputt. Die "Lustigen Taschenbücher" lese ich aber auch gern. Ob die Schrift groß oder klein ist, ist mir eigentlich egal. Ich beurteile Bücher aber gern nach dem Aussehen. Wenn das Cover interessant ist, habe ich Lust, das Buch zu lesen. Allerdings ist es auch schon passiert, dass das Cover nicht gut war, das Buch dann aber doch.

Mir gefällt, dass man Bücher auch heimlich lesen kann, der E-Book-Reader muss ja wahrscheinlich nachts aus dem Zimmer. Wenn ich heimlich lese, mache ich den Stecker meiner Lampe nur ein bisschen rein, damit ich ihn mit dem Fuß zur Not schnell aus der Steckdose kicken kann. Ich lese gern Fantasy, "Percy Jackson" zum Beispiel. "Tribute von Panem" und der erste Harry Potter haben mir auch gefallen.

Gerade lese ich sogar zum ersten Mal zwei Bücher gleichzeitig. Mein älterer Bruder liest meist mehrere Bücher gleichzeitig.
(Protokoll: Sonja Zellmann)

Praktische E-Books

Pio Roskamm, 9 Jahre, aus Freiburg: Kurz vor den Sommerferien hat mein Vater einen E-Book-Reader gekauft. Er wollte ihn mit in den Urlaub nehmen, um nicht so viele Bücher mitschleppen zu müssen. Und natürlich habe ich dann auch mal angefangen, E-Books zu lesen. Meine Schwester auch. Mein Vater hat dann noch einen E-Book-Reader gekauft. Damit wir sie alle mal benutzen können. Allein im Urlaub habe ich dann sechs Bücher gelesen. Alle von den drei Fragezeichen. Immer wenn ich eins fertig hatte, konnten mir meine Eltern das nächste bestellen. Das war super. Man muss nicht extra in einen Laden und eins kaufen, sondern das funktioniert alles online. Ich habe auch vorher schon Bücher gelesen, aber nicht so viele.

Das mit dem E-Book-Reader gefällt mir. Ich kann die Schrift größer stellen und auch mal eine andere Schriftart einstellen. Die Schriften OpenDyslexic und Baskerville gefallen mir sehr gut. Und wenn ich ein Wort nicht verstehe, dann bleibe ich einfach mit meinem Finger auf dem Wort drauf – und schon erscheint in einem Fenster die Erklärung dazu. Praktisch an dem E-Book-Reader finde ich auch, dass man im Dunkeln lesen kann. Weil er ja leuchtet. Im Urlaub zum Beispiel habe ich zusammen mit meiner Schwester in einem Zimmer geschlafen. Mal hat sie, mal habe ich länger gelesen. Gestört haben wir uns nicht, denn der, der länger gelesen hat, konnte das ja, ohne die Zimmerlampe anzumachen.
(Protokoll: Stephanie Streif)