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30. August 2011
Buchenbach wechselt auf Überholspur
Gemeinde bietet nun die Voraussetzungen für die schnelle DSL-Datenübertragung.
BUCHENBACH. In einer Feierstunde auf dem Rathausplatz wurde die "Breitbandversorgung Buchenbach" offiziell in Betrieb genommen. Zudem wurde an den Bau des Rathauses vor 100 Jahren erinnert. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Musikverein mit Dirigent Josef Schuler und für das leibliche Wohl die Feuerwehr. Die vielen Besucher waren ein Zeichen, wie wichtig und interessant die Themen schnelles Internet und die Geschichte des Rathauses für die Öffentlichkeit sind.
Die lange Geschichte der "Breitbandversorgung Buchenbach" zeigte Bürgermeister Wendelin Drescher auf: Nach zahlreichen Anfragen von der Bevölkerung und von örtlichen Betrieben startete im September 2005 die Gemeinde die ersten Aktivitäten. Zwischen 2008 und 2010 befasste sich der Gemeinderat in sechs öffentlichen Sitzungen mit der Thematik. Unzählige Telefonate, über 300 E-Mails und ein umfangreicher Schriftverkehr sind Belege für die enormen Leistungen, die alle Beteiligten erbringen mussten. Federführend dabei war Rechnungsamtsleiter Martin Ziegler, der mit viel Fachkompetenz, Engagement und Leidenschaft diese schwierige Aufgabe meisterte.
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Nach dem Zuschussbescheid aus dem Programm "Entwicklung Ländlicher Raum" (ELR) des Landes wurden vom Gemeinderat im August 2009 die Bauarbeiten für die Verlegung der Leerrohre an den günstigsten Bieter, die Firma Menner vergeben. In der Folge wurden elf Kilometer Leerrohre verlegt. Bis heute haben sich die Gesamtkosten bei 520 000 Euro eingependelt. Abzüglich der 122 000 Euro € Fördermittel muss die Gemeinde rund 400 000 Euro aufwenden. Im August 2010 wurde mit der Deutschen Telekom ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. "In meiner 23-jährigen Amtszeit hatte noch keine Investitionsmaßnahme so viel Zuspruch in der Breite und positive Begleitung durch die Bevölkerung erfahren wie die Breitbandversorgung", betonte Bürgermeister Drescher zum Abschluss seiner Ausführungen.
Michael Dupke von der Deutschen Telekom sagte, dass sich Buchenbach bei der Internetnutzung bisher auf der "Landstraße" bewegt habe. Jetzt sei man auf der weltweiten Datenautobahn auf der Überholspur. Wegen der langen Wege zu den den einzelnen Häusern entstünden im Gegensatz zu den Ballungsgebieten hohe Kosten für die Verwirklichung der DSL-Breitbandversorgung. Dupke betonte, dass das Internet als Vernetzung nicht nur bei Firmen, Ämtern und jungen Leuten wichtig sei, sondern zunehmend auch für die ältere Generation.
Wichtige Baumaßnahmen der Telecom waren: Einblasen von 12 769 Meter Glasfaserkabel, Verlegen von 1096 Meter Kupferkabel, Neuaufbau von 8 DSLAM-Standorten und Spleißen von 5220 Adern. Dupke stellte bei Haushaltsanschlüssen mit DSL-Bereich Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 16 000 Kilobit pro Sekunde in Aussicht. Er betonte aber nachdrücklich, dass die Umschaltung und Bandbreitenerhöhung bei Bestandskunden nicht automatisch, sondern ausschließlich über Beauftragung und Vertragsumstellung erfolge.
Unter Beifall betätigten Bürgermeister Wendelin Drescher und Michael Dupke einen symbolischen Schalter und eröffneten damit die neue Breitbandversorgung für Buchenbach. Martin Ziegler gab den dazugehörenden Startschuss.
Im weiteren Programm wurde der 100. Geburtstag des Rathauses gefeiert. Bürgermeister Drescher gab dabei einen ausführlichen Rückblick auf die Geschichte des Gebäudes (die BZ berichtete).
Autor: Josef Faller
