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09. Februar 2012
Jedes Kind bekommt die bestmögliche Förderung
40 Jahre Kindergarten "St. Blasius" in Buchenbach / Auftritt beim Pfarrfest in der Sommerberghalle / 65 Kinder in drei Gruppen.
BUCHENBACH. Der katholische Kindergarten "St. Blasius" in Buchenbach, dessen Träger die Pfarrgemeinde ist, besteht seit 40 Jahren. Dieses Jubiläum feierten die Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen mit einem Auftritt beim Pfarrfest in der Sommerberghalle.
Damit die vielen Gäste in der Halle den Grund des Auftritts auch wirklich erkennen, verkündete der kleine Jakob zu Beginn durchs Mikrofon laut und deutlich: "Der Kindergarten hat heute Geburtstag!" Das Jubiläum stand unter dem Motto "Kinder haben Rechte". So lautete auch der Refrain eines Liedes: "Wir Kinder haben Rechte, ist das nicht allen klar? Wir Kinder haben Wünsche, wann werden Träume wahr? Wir wollen glücklich leben, komm setz dich für uns ein! Wir Kinder haben Rechte, egal ob groß, ob klein".
Die Leiterin des Kindergartens, Petra Fuß, sagte, dass sich in den 40 Jahren viel verändert hätte. Was in all den Jahren gleich geblieben sei, seien die Märchen und die Lieder. Auf die Frage von Petra Fuß, wer von den Anwesenden denn den Buchenbacher Kindergarten besucht habe, meldete sich die Mehrheit in der Halle – ein Zeichen für die gute Tradition der Einrichtung. +
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Die Idee zur Gründung eines Kindergartens in Buchenbach stammte von Pfarrer Eugen Hirt. Am 6. Februar 1972 konnte der Kindergarten mit dem damaligen Namen "Kindergarten zu den heiligen Engeln" im Gebäude des heutigen Gemeindehauses, das vor dem Umbau damals noch wesentlich kleiner war, eröffnet werden. Als die Zahl der Kinder in den späteren Jahren stieg, gab es an der vielbefahrenen L 128 keine Erweiterungsmöglichkeiten. Ein Platz für einen Neubau konnte nicht gefunden werden. Der damalige Bürgermeister Hans Matthis machte den Vorschlag, den Kindergarten auf die Nebenräume der Sommerberghalle zu bauen. Dieser Vorschlag fand allgemein Zustimmung und wurde verwirklicht. Im März 1990 konnte er eröffnet werden und erhielt den neuen Namen "St. Blasius".
Momentan besuchen 65 Kinder in drei Gruppen den Kindergarten und werden von sieben Erzieherinnen betreut. In einem Gespräch mit der Badischen Zeitung zeigte die Erzieherin Maria Wangler einige wichtige Punkte der heutigen Arbeitsweise in Kindergärten auf: Jedes Kind hat das Recht auf die bestmögliche Förderung. Dem Kindergarten kommt eine immer wichtigere familienbegleitende und familienergänzende Funktion zu. Mit dem vorhandenen gut ausgebildeten Fachpersonal, geeigneten Räumen, gutem Material und kindgerechten Bildungsangeboten werden die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung, das heißt in ihrem Verhalten, ihrem Spiel, Bewegung und Sprache unterstützt. Anhand von Beobachtungen und schriftlichen Dokumentationen, werden die Bildungs- und Entwicklungsschritte jedes einzelnen Kindes festgehalten. Regelmäßig finden Elterngespräche statt.
Der Buchenbacher Kindergarten arbeitet mit einem geöffneten Raumkonzept mit Stammgruppenzugehörigkeit. Das heißt, die Kinder dürfen sich während der Freispielzeit frei zwischen einzelnen Themenbereichen bewegen, gehören aber einer festen Gruppe an. Zwischen den offenen Freispielzeiten gibt es täglich wechselnde geplante Angebote, die auf einem von den Erzieherinnen gemeinsam erarbeiteten Wochenplan ersichtlich sind. Auch von bildungspolitischer Seite kommt der Frühpädagogik und vorschulischen Erziehung wachsende Aufmerksamkeit zu. Das vorhandene Potenzial an Lern- und Bildungsfähigkeit der Kinder vor dem Eintritt ins Schulleben sei unbestritten, betonte Maria Wangler.
Autor: Josef Faller
