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01. Februar 2012

Stallplaketten für die Spitzenbetriebe

Die Vorderwälder-Vereine Dreisam-Elztal und Hochschwarzwald zeichnen Züchter aus.

  1. Sie haben die Spitzenbetriebe bei der Milchleistung ihrer Vorderwälder Kühe: Markus Scherer (Mitte) aus St. Peter hat mit einer durchschnittlichen Milchmenge aller Kühe von 7947 kg Milch das beste Ergebnis. Gefolgt von Konrad Schwär (rechts) aus St. Peter mit 7891 kg Milch und Josef Nopper (links)aus Gutach-Oberspitzenbach mit 7888 kg Milch. Foto: Gerda Oswald

BUCHENBACH (go). Bürgermeisterstellvertreter Albert Wangler hieß in Buchenbach die Vorderwälder Züchter willkommen und überbrachte die Grüße der Gemeinde. Buchenbach freue sich, jedes Jahr Gastgeber für die Züchter sein zu dürfen. "Die starke Präsenz der jungen Züchter gefällt mir", so Wangler.

Zuchtleiter Franz Maus vergab bei der gemeinsamen Hauptversammlung der Vorderwälder-Zuchtvereine Dreisam-Elztal und Hochschwarzwald die begehrten Stallplaketten für die Spitzenbetriebe der Milchwirtschaft. Zuvor berichtete er über die Entwicklung der Rasse.

Die Vorderwälder Rinder zeichnet ihre Doppelnutzung als gute Milchkühe und als Fleischlieferant mit guter Mastfähigkeit aus, so Maus. Die Milchleistung konnte im vergangenen Jahr wiederum um 136 kg gesteigert werden. Bei den Jungkühen verbesserte sich die Menge gar auf ein Plus von 149 kg. Dabei blieben Fett- und Eiweißgehalt gleich. Der Zellgehalt ging um 4000 zurück, liegt allerdings weit unter dem landesweiten Rückgang von 12 000. Der Zuchtleiter nahm dafür die Stichproben von 346 Betrieben oder 6912 Kühen. Spitzenbetriebe erhielten wieder die Stallplaketten in Gold und Silber. Das beste Betriebsergebnis in den Zuchtbereichen Dreisam-Elztal und Hochschwarzwald hatte Markus Scherer aus St. Peter mit einem Durchschnitt von 7947 kg Milch, gefolgt von Konrad Schwär aus St. Peter mit 7891 kg und Josef Nopper aus Gutach-Oberspitzenbach mit 7888 kg sowie Georg Reichenbach aus St. Peter. Weitere erfolgreiche Betriebe im Bezirk sind Peter Schwär aus St. Märgen, Tobias Winterhalter aus Oberried, Franz Walter aus St. Peter, Werner Rombach aus St. Märgen, Hans-Georg Eble und Michael Reichenbach, beide aus Glottertal, Klaus Hug aus Horben, Matthias Schill aus Freiburg, Georg Waldvogel aus St. Märgen, die Matthias Maier-Ernst GbR aus Kirchzarten sowie Andreas Steiert aus Freiburg.

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Annemarie Rahner vom Veterinäramt berichtete, dass das Land als blauzungenfrei eingestuft wurde und dass somit nicht mehr geimpft werden darf. Seit November sind die neuen Ohrmarken Pflicht. Mit der dabei erfolgten Stanzung und Gewebeentnahme habe man eine sichere und billige Lösung zur Untersuchung der Rinder bei Boviner Virusdiarrhoe (BVD) gefunden. 295000 Rinder seien so bereits untersucht worden, was 70 Prozent entspreche. "Diese Sanierung war und ist wichtig. Wir werden BVD bald ausgemerzt haben", so Rahner.

Johannes Hohloch, Erzeugerberater der Schwarzwaldmilch, bewertete den Markt 2011 als stabil und zufriedenstellend für die Molkerei. Viele Produkte wie Käse gingen nach Russland. Der Export sei für die Molkerei mit einem Anteil von 30 Prozent ein wichtiger Absatzmarkt. National will die Schwarzwaldmilch noch stärker werden. Hier hofft Hohloch auf die Butterei. Der Weg vom Kalb bis zur Weidemilch oder genfreien Milch im Regal müsse den Verbrauchern verdeutlicht werden, damit die Wertschätzung für ein Qualitätsprodukt aufgebaut werden könne. Walter Sigwarth aus Lenzkirch ist Züchter und seit 1,5 Jahren Aufsichtsrat bei der Schwarzwaldmilch. Er warb nochmals dafür, dass die Milchbetriebe die Markenpolitik der Molkerei unterstützen. Die Dachmarke Bollenhut sei "eine wichtige und richtige Sache", so Sigwarth, der seine Betriebsübergabe an den Sohn im Sommer bekanntgab, weshalb er sich aus den offiziellen Funktionen zurückziehen werde. Die Züchter bedankten sich mit Beifall für sein Engagement. Ebenso dankten sie Konrad Schwär für 30 Jahre Vorsitzender der Zuchtvereine.

Autor: Gerda Oswald