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06. Februar 2012

28 Einsätze: "So viele waren es noch nie"

Jahreshauptversammlung der Bugginger Feuerwehr: Kommandant Thomas Mäder lobt die Leistungen der 110 Aktiven.

BUGGINGEN. Eine stolze Bilanz konnte Kommandant Thomas Mäder in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Buggingen vorweisen: 900 Übungsstunden und 350 Einsatzstunden haben die Wehrleute im Vorjahr erbracht und zusätzlich etliche Freizeitstunden in Seminare zur Fortbildung, Lehrgänge und für Leistungsprüfungen investiert.

Vor einem Jahr erfolgte nach der zehnjährigen Amtszeit von Kommandant Andreas Waldmann der nahtlose Stabwechsel an dessen Nachfolger Thomas Mäder und seine Stellvertreter, Matthias Meyer und Bernd Schlenker. Dem Leitungsteam unterstehen 110 Aktive, zwei mehr als im Vorjahr. Dazu gehören 50 Wehrmänner in der Einsatzabteilung, 43 in der Altersmannschaft und 17 Jugendliche, darunter drei Mädchen.

Die Einsätze der Wehr hätten in den letzten Jahren stark zugenommen, berichtete Thomas Mäder. 2008 waren es zwölf, vor zwei Jahren 24 und 2011 musste die Bugginger Wehr 28 mal ausrücken. Darunter waren zwölf Brandfälle, fünf Fehlalarme, zwei mutwillig ausgelöste Alarmierungen und acht Einsätze für technische Hilfeleistungen. Im Vorjahr hat die Feuerwehr in Eigenleistungen den Bedarfsplan für fünf Jahre erstellt. Dabei habe die Risikoanalyse ergeben, dass die Wehr technisch und personell gut ausgestattet sei, informierte Kommandant Mäder. Allerdings gebe es wegen der Berufstätigkeit der Aktiven Probleme bei der Tagesbereitschaft zwischen 7 Uhr und 17 Uhr. Er habe daher der Gemeindeverwaltung vorgeschlagen, einige ihrer Mitarbeiter für den Feuerwehrdienst auszubilden, sagte der Kommandant.

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Verstärkt wurde seit 2011 die interkommunale Zusammenarbeit mit der benachbarten Feuerwehr Heitersheim. Gemeinsame Übungen mit Schaubränden habe es aber nicht nur mit Heitersheim, sondern auch mit den Wehren aus Müllheim und Britzingen gegeben. Die, so der Kommandant, dienten nicht nur zur Weiterbildung, sondern auch zum gegenseitigen Kennenlernen. Auf Wunsch von Rektorin Knox habe es eine Alarmübung in der Bugginger Grundschule gegeben, die auch dieses Jahr stattfinden soll. Ebenso werde der Besuch von Grundschülern im Feuerwehrgerätehaus wiederholt, denn so Mäder: "Das ist unser Nachwuchs."

Neu eingeführt wurde das Computerverwaltungsprogramm "MP Feuer". Die Einspeisung der Daten sei sehr aufwendig gewesen, aber das System sei seinen Preis (1000 Euro) wert, zumal es künftig auch von der Gemeinde für Leistungsabrechnungen abgerufen werden könne. Die neue Alarm- und Ausrückordnung für die neue integrierte Leitstelle (ILS) laufe inzwischen problemlos, sagte der Kommandant. Die Wehr freue sich auf das Löschfahrzeug LF 20, in das der Gemeinderat im Haushalt 2013 rund 300 000 Euro zu investieren bereit sei. Dafür zeigen sich die Aktiven im Voraus erkenntlich. So haben sie laut Mäder im vergangenen Jahr den Park- und Flaschencontainerplatz beim Feuerwehrgerätehaus in Eigenleistung saniert, auch neu gepflastert, und der Gemeinde 2500 Euro Kosten erspart.

Martin Fröhlin, Leiter der Jugendabteilung, berichtete über viele Aktivitäten wie ein Pfingstzeltlager in Wollbach, den Jahresausflug zur Gokart-Bahn in Lörrach und die Holzsammlung für das Seefelder Scheibenfeuer. Julian Fischer berichtete, dass erstmals nach zehn Jahren wieder eine Gruppe von neun Wehrmännern unter Gruppenführer Aaron Waldmann nach hartem Training das Leistungsabzeichen in Bronze geschafft habe. Die engagierte Altersmannschaft habe mehrere Proben und Ausflüge organisiert und war wie jedes Jahr sechs Tage im Einsatz, inklusive Auf- und Abbau, beim Seefelder Straßenfest, lobte Julian Fischer.

Rechner Rainer Ruh stellte anhand der Ausgaben von 7200 Euro und einem Jahresüberschuss von 3350 Euro fest: "Wir sind ausreichend liquide." Der Seefelder Ortsvorsteher Bernd Richter beantragte die Entlastung des Gesamtvorstandes und lobte die beieindruckende Leistung der Feuerwehr. Diese spiegelt sich auch darin, dass 20 Aktive für disziplinierte Probenbesuche beschenkt wurden.

Bürgermeister Johannes Ackermann lobte vor allem die interkommunale Zusammenarbeit zur Bündelung der Kräfte und betonte: "Wir sind froh, wenn wir die Feuerwehr nicht brauchen und froh, wenn sie im Notfall da ist." Nach Abschluss erfolgreicher Lehrgänge beförderte der Bürgermeister Bernd Schlenker zum Löschmeister und Julian Fischer und Kai Pfefferle zu Oberfeuerwehrmännern. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Andreas Grozinger betonte, die Bugginger Wehr könne stolz sein auf ihre Jugendarbeit und die aktive Altersmannschaft. Die interkommunale Zusammenarbeit habe sich beim gemeinsamen Einsatz der Wehren Eschbach, Buggingen und Heitersheim beim Brand in der Müllverbrennungsanlage bestens bewährt.

Mit Problemen bei der Tagesbereitschaft kämpfen alle Feuerwehren. Daher sei die Zusammenarbeit der Umlandgemeinden umso wichtiger, betonte der Gesamtkommandant der Feuerwehr Müllheim, Michael Stöcklin. Auch sportliche Fitness ist wichtig. Kommandant Mäder, Ehrenkommandant Willy Waldmann und drei Aktive laufen jede Woche sechs Kilometer beim Nordic Walking: "Bei jedem Wetter", erklärte Thomas Mäder.

Autor: Sigrid Umiger