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01. Februar 2012

Ein flexibles Raumkonzept

Gemeinderat in Buggingen befürwortet einhellig den Bauantrag für den neuen Kindergarten.

  1. So soll er aussehen, der neue Kindergarten in Seefelden. Foto: Entwurf: Architekturbüro  Fünfgeld

BUGGINGEN. Den wichtigsten Schritt zum Neubau eines Kindergartens mit Kleinkindbetreuung in Seefelden hat der Bugginger Gemeinderat jetzt vollzogen mit seinem einstimmigen Beschluss zum Bauantrag. Inbegriffen sind ein Geräteschuppen für Spielzeug und zwölf Stellplätze in der Schulstraße. Der zuvor notwendige Abriss der alten Schule ist bereits beschlossen, der des Lehrerhauses noch nicht.

Das flexible Raumkonzept, das auch wechselnden Bedürfnissen gerecht werden könne und eine Altersmischung sowie eine Ganztagsbetreuung ermögliche, werde von den Genehmigungsbehörden als "überschaubar, zeitgemäß und zukunftsweisend" gelobt, betonte Bürgermeister Johannes Ackermann eingangs der Beratung. Das abgespeckte Raumprogramm liege "an der unteren Grenze der Vorgaben" und sei im Zusammenwirken mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales, der Gemeindeverwaltung, der Kindergartenleitung und dem Architekturbüro Fünfgeld entwickelt worden, sagte der Bürgermeister.

Beantragt wird der Neubau eines zweigeschossigen Kindergartens mit sechs Gruppenräumen, wobei drei Gruppen für Kinder unter drei Jahren konzipiert sind. Daher ist das Gebäude in zwei Zonen gegliedert. Der kleinere Teil ist für die Kleinkindbetreuung, der größere für den Kindergarten. Beide Bereiche sind über einen gemeinsamen Eingang mit Aufzug gut miteinander verbunden. Die öffentliche Erschließung und der Zugang ins Foyer erfolgt über die Schulstraße.

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Im Erd- und auch im Obergeschoss sind jeweils zwei Kinder- und eine Kleinkindergruppe mit den dazugehörenden Nebenräumen geplant. Dazu gibt es das Büro für die Kindergartenleitung, einen Mehrzweck-/Bewegungsraum und neben der Küche ein Bistro für das gemeinsame Mittagessen. Für Kleinkinder sind Schlafräume und Wickeltische im Sanitärbereich vorgesehen sowie Unterstellmöglichkeiten für die Kinderwagen. Die nach oben offene Halle dient als gemeinsamer Spielflur. Hier gibt es außer dem Fahrstuhl auch eine zentrale Treppe und einen Zugang zum Außenbereich.

Die geschätzten Baukosten liegen bei 2,5 Millionen Euro. Gemäß der baurechtlichen Bestimmungen müssten mindestens vier Stellplätze ausgewiesen werden, nämlich je einer für 20 bis 30 Kinder, wie Bauamtsleiter Theo Speyer sagte. Die Gemeinde plane aber zwölf Stellplätze.

Dem Wunsch des Gemeinderats entsprechend soll der alte Baumbestand so weit als möglich erhalten bleiben, sagte Bürgermeister Ackermann. Architekt Thorsten Fünfgeld erläuterte, dass erfahrungsgemäß erst bei den Erdarbeiten ersichtlich werde, welche Bäume stehen bleiben und welche weichen müssen, aber, so Fünfgeld: "Die alte Buche wollen wir unbedingt erhalten."

Autor: Sigrid Umiger