Zwei Straßenbauprojekte wohl teurer

Volker Münch

Von Volker Münch

Mi, 18. Juli 2018

Buggingen

Erstes Nachtragsangebot für den Endausbau der Straße "Am Kalischacht" / Sanierung der Pfauenstraße hat sich verteuert.

BUGGINGEN (mps). Gleich zwei Straßenbauprojekte beschäftigten am Montagabend den Gemeinderat in Buggingen. Obwohl die Arbeiten zum Endausbau der Straße "Am Kalischacht" noch nicht einmal begonnen haben, wurde bereits ein erstes Nachtragsangebot notwendig. Verteuert hat sich die Sanierung der Pfauenstraße, nachdem zahlreiche Hausanschlüsse ebenfalls saniert werden mussten. Der Gemeinderat segnete die Mehrkosten ab.

"Wir waren etwas verwundert, dass schon vor Beginn der Bauarbeiten Mehrkosten entstehen", sagte Bürgermeister Johannes Ackermann eingangs des Tagesordnungspunktes, der sich mit dem Endausbau der Straße "Am Kalischacht" beschäftigte. Der Grund war allerdings am Ende der Vorstellung des Tagesordnungspunktes auch für die Ratsmitglieder nachvollziehbar. Bauingenieur Adolf Himmelsbach berichtete von verschiedenen Ursachen. So wurde ein alter Schacht entdeckt, dessen Leistungsfähigkeit in Zweifel gezogen wird und erneuert werden muss. Durch eine kreuzförmige Grundstücksaufteilung am Ende der Straße am Wendehammer kommt es ebenfalls zu einem Mehraufwand beim Bau der Hausanschlüsse, die ursprünglich anders angedacht, aber durch veränderte Eigentumsverhältnisse verursacht worden seien. "Wir haben zwar bei der ursprünglichen Kostenplanung etwas Luft eingebaut, wir sind aber nicht sicher, ob das reichen wird", sagte Himmelsbach und will mit dem Nachtragsangebot auf der sicheren Seite sein. Die genannte Reserve bezifferte er auf rund 18 000 Euro. Das Nachtragsangebot, das die zusätzlichen Arbeiten beinhaltet, weist einen Betrag von knapp 21 000 Euro aus. Himmelsbach hofft, diesen Betrag am Ende nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Die Baufirma beginnt bereits in den nächsten Tagen mit der Einrichtung der Baustelle und ersten vorbereitenden Arbeiten. Die Hauptarbeiten beginnen dann gleich nach den Bauferien.

Mit Mehrkosten rechnet Bauingenieur Himmelsbach auch bei der Sanierung der Pfauenstraße. Nachdem der Boden geöffnet war, staunten der Ingenieur und die Bauarbeiter sehr, in welch schlechtem Zustand zehn Hausanschlüsse im Bereich der Regenwasserbeseitigung waren. Die Schäden konnten bei einer Kanalbefahrung nicht entdeckt werden, weil sie im Außenbereich der Rohre entstanden waren und deshalb erst beim Aufgraben entdeckt werden konnten. Zusätzliche Arbeiten erforderten die Herstellung der winterfesten Befahrbarkeit und Handschachtungen im Bereich der vorhandenen Trinkwasserleitung und des Telekomnetzes. Hier fehlen allerdings noch die genaue Abrechnung und deren Überprüfung. Die Mehrkosten werden nach den Worten Himmelsbachs bei rund 39 000 Euro brutto liegen. Der Ingenieur rechnet mit dem Einbau des Feinbelags und damit mit dem Abschluss der Straßenbauarbeiten am 24. August.