Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

18. August 2012 14:10 Uhr

Bundespolitik

Bundesbildungsministerin Schavan zieht sich aus CDU-Spitze zurück

Annette Schavan will sich aus der CDU-Spitze zurückziehen. "Ich habe mich entschieden, als stellvertretende CDU-Parteivorsitzende nicht mehr zur Verfügung zu stehen", sagte die Ulmer Bundestagsabgeordnete dem Magazin "Focus".

  1. Bundesbildungsministerin Annette Schavan verlässt den Vorstand der CDU. Foto: AFP

Bundesbildungsministerin Annette Schavan will sich aus der CDU-Spitze zurückziehen. "Ich habe mich entschieden, als stellvertretende CDU-Parteivorsitzende nicht mehr zur Verfügung zu stehen", sagte die Ulmer Bundestagsabgeordnete dem Magazin "Focus". "14 Jahre sind genug." Beim letzten CDU-Bundesparteitag sei mit der Modernisierung der Bildungspolitik eines ihrer Kernanliegen verwirklicht worden. "Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt, mich aus der Parteiführung zurück zu ziehen." Sie werde aber wieder für ein Bundestagsmandat kandidieren.
Schavan hatte bei der CDU-Basis im baden-württembergischen Landesverband schon mehrmals für Unmut gesorgt. Zuletzt ging es um Plagiats-Vorwürfe in der Doktorarbeit der Ministerin. Außerdem war in ihrem Wahlkreis Ulm immer wieder Kritik daran laut geworden, dass sich Schavan zu wenig Zeit für die Arbeit vor Ort nehme.
Vor der letzten Bundestagswahl 2009 hatte sie schon hart darum kämpfen, müssen, überhaupt als Spitzenkandidatin im Wahlkreis aufgestellt zu werden. Vor gut einem Jahr hatte die Parteibasis sie dann nicht als Delegierte für die Landes- und Bundesparteitage der CDU nominiert, nachdem sie zuvor mit ihrem Werben für die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems auf heftige Kritik gestoßen war.
Im Frust über die Parteibasis gehe sie aber auf keinen Fall, sagte Schavan dem "Focus". "Meine Lust auf Politik ist jedenfalls ungebrochen." Laut "Focus" wächst mit Schavans Rückzug nun der Druck auf CDU-Landeschef Thomas Strobl, für Baden-Württemberg einen der vier Stellvertreter-Posten anzustreben.

Werbung

Autor: dpa


3 Kommentare

Damit Sie Artikel auf badische-zeitung.de kommentieren können, müssen Sie sich bitte einmalig bei Meine BZ registrieren. Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Die veröffentlichten Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

Udo Dreier

Registriert seit: 25.05.2010

Kommentare: 108

18. August 2012 - 17:28 Uhr

14 Jahre zu spät.

Verstoß gegen Netiquette melden

 

Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 847

18. August 2012 - 17:45 Uhr

Schade, sie war ein Pluspunkt für die Opposition. :-)

Verstoß gegen Netiquette melden

 

Jean Luc

Registriert seit: 29.10.2009

Kommentare: 7

18. August 2012 - 21:07 Uhr

Die Vokabel "Lust" aus diesem Munde macht mich frösteln - trotz der Hitze!

Verstoß gegen Netiquette melden



Weitere Artikel: Südwest

  • Baden-Württemberg bündelt IT-Verwaltung

    Verschiedenste Computersysteme, Kraut und Rüben bei der Software: Damit soll nun Schluss sein. Das Land bündelt seine IT-Technik – und reagiert damit auf die vier Jahre alte Kritik des Rechnungshofes. Mehr

  • Eine Konkurrentin für Hauk

    Um die Führung der CDU-Nordbaden ringen zwei Kandidaten: Brigitte Schäuble fordert den Fraktionschef heraus. Mehr

  • SPD will Türkisch an Gymnasien

    "Gehört auf eine Ebene mit Italienisch und Spanisch": Regierungsfraktion beauftragt den Kultusminister mit einem Schulversuch. Mehr 2