SC Freiburg

Caglar Söyüncü wechselt zu Leicester City

René Kübler

Von René Kübler

Do, 09. August 2018 um 19:10 Uhr

SC Freiburg

Es hatte sich angedeutet, nun steht fest, dass Caglar Söyüncü den SC Freiburg verlässt. Der 22-jährige türkische Nationalspieler wechselt zum englischen Premier-League-Klub Leicester City.

Caglar Söyüncü hat bei Leicester City einen Fünfjahres-Vertrag unterschrieben. Spekuliert wird über eine Ablösesumme, die laut englischen Medienberichten im Bereich zwischen 20 und 25 Millionen Euro liegen soll. In einer Videobotschaft auf Instagram wendete sich Söyüncü an seine Fans: "Danke für die Zeit in Freiburg, ich habe Euch immer in meinem Herzen. Euer Caglar."

SC-Sportvorstand Jochen Saier sagte in einer Vereinsmitteilung: "Nach den teilweise wilden Spekulationen der vergangenen Wochen und Monate freuen wir uns, eine sowohl für Caglar als auch für uns gute Lösung gefunden zu haben. Es war eine besondere Geschichte und eine intensive gemeinsame Zeit. Wir bedanken uns bei Caglar für seinen Einsatz und seine Emotionen im SC-Trikot und wünschen ihm alles erdenklich Gute auf der Insel."

Immer wieder Konzentrationsschwächen

Für den SC Freiburg hat Söyüncü seit seinem Wechsel vom türkischen Zweitligisten Altinordu im Sommer 2016 insgesamt 50 Bundesliga-Spiele bestritten. Dabei konnte der Innenverteidiger ein Tor und eine Vorlage verbuchen. Auffällig waren Söyüncüs Leistungsschwankungen. An guten Tagen konnte der begabte Abwehrspieler dank seiner besonderen Physis Leistungen im Bereich internationaler Klasse abrufen. Doch Söyüncü, dessen Vertrag in Freiburg bis 2021 datiert war, leistete sich immer wieder auch Konzentrationsschwächen, die zu teils entscheidenden Fehlern führten.

Gerüchte über das Interesse zahlreicher europäischer Spitzenklubs kursierten seit Monaten. Als heißester Anwärter auf eine Söyüncü-Verpflichtung wurde in diversen Medien Arsenal London gehandelt. Der Wahrheitsgehalt dieser Meldungen tendierte allerdings gegen null. Auch sonst gingen beim Sportclub lange keine wirklich konkreten Anfragen in Sachen Söyüncü ein. Der nun erreichte lukrative Tranfer kann deshalb durchaus als Verhandlungserfolg gewertet werden.

Einen Ersatz für Söyüncü werden die Breisgauer nicht verpflichten. Durch Dominique Heintz, Manuel Gulde, Robin Koch, Philipp Lienhart und den zum Profi aufgestiegenen U-23-Spieler Keven Schlotterbeck sind die Planstellen in der Innenverteidigung besetzt.