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29. März 2011 00:02 Uhr
Kantonalwahl
Das Elsass steht treu zu Sarkozys UMP
Während sich landesweit die Mehrheit der Franzosen für sozialistische Kandidaten entschied, hielt die Bevölkerung im Elsass erwartungsgemäß der Regierungspartei von Nicolas Sarkozys UMP die Treue.
Im Detail gab es dennoch ein paar Überraschungen. So siegte im Kanton Huningue der Grüne Max Delmond gegen den konservativen Herausforderer. Im Wahlkampf unterstützt hatte ihn ausgerechnet der UMP-Bürgermeister Jean Ueberschlag. Im Raum Straßburg gewannen einige Sozialisten – so in Schiltigheim, in Illkirch-Graffenstaden und in drei Kantonen im Stadtgebiet. Dort wurden unter anderem zwei Beigeordnete des sozialistischen Oberbürgermeisters Roland Ries in den Generalrat gewählt.
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In der neuen Zusammensetzung der beiden Generalräte halten die Konservativen im Département Bas-Rhin nun 32 von 44 Sitzen. Ähnlich im Département Haut-Rhin, wo sie 20 von 31 Sitzen haben gegenüber der Opposition, die überwiegend aus Grünen und Sozialisten besteht. Der rechtsextreme Front National war im Elsass in zwölf Kantonen in die Stichwahl gekommen, teilweise mit Politik-Neulingen. Einen Sieg konnten sie in keinem der Wahlbezirke verbuchen. In Sarre-Union, am äußersten nordwestlichen Rand des Elsass, sorgte David Heckel von der gemäßigt regionalistischen Partei "Unser Land" mit seinem Wahlsieg für eine kleine Sensation.
Dass am Sonntag so wenig Menschen zur Wahl gingen, dürfte nach Einschätzung der Wahlbeobachter unter anderem daran liegen, dass die Elsässer die Kantonswahl und die Départementspolitik gering für eher unwichtig halten. Zudem war es bisher üblich gewesen, die Neuwahl von je der Hälfte der Mandate alle vier Jahre an eine andere wichtige Wahl zu koppeln.
Landesweit begannen die Parteien am Montag damit, sich für die Präsidentschaftswahl in einem Jahr in Stellung zu bringen.
Autor: Bärbel Nückles
