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06. März 2010

Ein Aufruf in Colmar

Die Erweiterung des Museums Unterlinden braucht noch Geld.

In Zeiten knapper Haushaltskassen suchen Gemeinden für Kulturprojekte gerne zahlungskräftige Co-Finanziers. Nun tragen die Stadt Colmar und eine Reihe öffentlicher Partner schon einen gewaltigen Teil der Baukosten in Höhe von 24,5 Millionen Euro für den geplanten Erweiterungs- und Neubau des berühmten Unterlindenmuseums. Ohne – möglichst drei – Millionen aus privaten Quellen wird das prestigeträchtige Gebäudeensemble der Pritzker-Preisträger Jacques Herzog und Pierre de Meuron allerdings nicht nach dem vorliegenden Entwurf realisiert werden können. Die Jury des Architektenwettbewerbs entschied sich im Dezember (BZ vom 11.12.) für das anspruchsvolle Konzept des Basler Architektenduos – wohl wissend, dass die letzte Hürde für den lange schon benötigten Erweiterungsbau nicht genommen ist.

Über eine unterirdische Passage mit organisch geschwungenen Gewölbeformen verbindet der Plan von Herzog/de Meuron das Klostergebäude aus dem 13. Jahrhundert mit dem in direkter Nachbarschaft liegenden Jugendstilbad. Ein trutziger, schlichter Neubau aus Backstein mit Lichtschlitzen soll die neue Museumsanlage auf dann insgesamt knapp 8000 Quadratmeter Fläche vervollständigen. Das hinzugewonnene Areal gehörte ehemals dem Klostergelände an – insgesamt ein gelungener Bezug zwischen Alt und Neu, der durch die Freilegung des Sinnkanals betont werden soll. Für 2013 ist die Eröffnung des Neubaus geplant.

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Gestartet wird der Appell an potenzielle Sponsoren von der Martin-Schongauer-Gesellschaft als Trägerin des Museums. Wer für das Museum tief in die Tasche greift, soll nicht unerwähnt bleiben: "Stiftungen und große Unternehmen können ihren Namen mit bestimmten Räumlichkeiten des Museums verbinden", heißt es in dem Aufruf.






Autor: Bärbel Nückles