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17. Januar 2011 15:41 Uhr

Colmar

Gentech-Reben zerstört – Täter soll 50.000 Euro zahlen

Ein arbeitsloser französischer Biologe hat zweimal gentechnisch veränderte Rebstöcke zerstört. Ein Berufungsgericht in Colmar verurteilte ihn nun zu 50.000 Euro Schadensersatz und einem Monat auf Bewährung.

  1. Trauben trugen die zerstörten Rebstöcke am Forschungsinstitut in Colmar noch nicht – und sie werden auch nicht mehr dazu kommen (Symbolbild). Foto: ddp

Damit bekam der Mann eine deutlich härtere Strafe als in erster Instanz: Dort war er lediglich zu 2000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der Mann hatte zweimal eine Weinparzelle des Staatsinstituts für Agrarforschung Inra bei Colmar verwüstet. Damit habe er eine Diskussion über die Risiken der Genveränderung auslösen wollen, sagte er damals zur Begründung.

"Wir sind erleichtert, weil das Gericht das Recht auf Forschung anerkannt hat", sagte Inra-Direktor Jean Masson. Bei dem Forschungsprojekt ging es um die Resistenz von Rebstöcken gegen die von einem Virus ausgelöste Reisigkrankheit. Ob diese Forschungen nun weitergeführt werden, ist noch unklar.

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Autor: dpa