Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

29. Juni 2012

Kuriosität oder bald Trend?

ANNA LOGES: Der Grabstein geht online

  1. Mit QR-Code: Grab Foto:  dpa

Vielleicht begegnen wir demnächst auf dem Friedhof verstärkt trauernden Mitmenschen, die heftig mit ihren Smartphones auf spezielle Stellen an bestimmten Grabsteinen zielen. Solches Tun muss nicht unbedingt befremden, es entspringt auch nicht einer besonderen Spielart der Nekrophilie. Was hier vor sich geht, ist das Einlesen sogenannter QR-Codes (engl. für Quick Response = schnelle Antwort). Mit der Kamera des Handys wird ein kleines Quadrat mit schwarzen und weißen Klötzchen erfasst und führt den Nutzer eines interttauglichen Mobilgeräts direkt auf eine Trauerseite, auf der er mehr über den vor ihm im Grab liegenden Verstorbenen erfahren kann. In Japan gibt es solche QR-Codes bereits einige Jahre, nun hat der Kölner Steinmetz Andreas Rosenkranz die Idee importiert. Erinnerungskultur bekommt so eine ganz neue Dimension. Ein spannender Ansatz.

Werbung

Autor: hpm