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03. Februar 2012 15:21 Uhr

Ratgeber

Wie elektronische Geräte den Frost überstehen

Eisige Kälte macht nicht nur den Menschen zu schaffen, sondern auch deren elektronischen Alltagsbegleitern. Handys, Smartphones und ähnliche elektronische Geräte können bei starker Auskühlung vorübergehend nur eingeschränkt funktionieren, große Temperaturwechsel können den Bauteilen sogar schaden. Bei Minusgraden sollten Nutzer deshalb einige Dinge beachten.

  1. Elektronische Geräte immer schön warm halten. Foto: dpa

»Leergesaugte Akkus: Die Kapazität der wiederaufladbaren Batterien in Handys, Kameras oder MP3-Playern sinkt bei Kälte drastisch. Deshalb sollten die Geräte im Winter und besonders bei Minusgraden gut verpackt oder an einem warmen Ort wie der Innentasche der Jacke verstaut werden. Wer die Geräte bei Temperaturen nutzt, die weit unter dem Gefrierpunkt liegen, steht schnell mit leerem Akku da. Fotografen sollten im Winter deshalb an Ersatzbatterien denken, die natürlich auch in die wärmenden Innentaschen der Jacke gehören.


»Keine zu starken Schwankungen:
Elektronische Geräte mögen keine starken Wechsel von Wärme und Kälte. Dann kann sich in ihrem Inneren Kondenswasser bilden – wie es im Winter an Wohnungsfenstern gut zu beobachten ist. Das Wasser kann Bauteile beschädigen oder einen Kurzschluss auslösen. Deshalb gilt: Handy erst einige Zeit in der Tasche lassen, damit es sich langsam erwärmt.

»Beschlagene Objektive und Displays: Wer mit einer ausgekühlten Kamera ins Warme kommt, hat lange mit einem beschlagenen Objektiv zu kämpfen. Um schneller wieder fotografieren zu können, hilft es, die Kamera am Körper zu wärmen. Wem das zu lang dauert, der steckt den Apparat – noch bevor er in die Wärme kommt – in einen dichten Beutel mit Kieselgel-Säckchen. Diese nehmen die Feuchtigkeit auf. Der gleiche Trick funktioniert auch mit Smartphones oder Tablets. Denn sind die Touchscreens dieser Geräte beschlagen, funktioniert die Steuerung nicht mehr richtig.

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»Zur Not Akku raus: Kommt es doch zu Kondenswasserbildung im Gerät, sollten die Besitzer versuchen, ihre Handys zu trocken. Dazu wird der Akku entfernt und das Gerät anschließend mit geöffnetem Batteriefach der warmen Zimmerluft ausgesetzt. Keinesfalls darf das Gerät in Backöfen, auf Heizungen oder mit dem Föhn erhitzt werden, da dies zu weiteren Schäden führen kann und die Feuchtigkeit im Inneren meist nicht entfernt.

»Handschuhe und Touchscreens: Fast jeder hat die Erfahrung schon gemacht: Smartphone- oder Kamera-Touchscreens lassen sich nicht mit gewöhnlichen Handschuhen bedienen. Ihnen fehlt die nötige Leitfähigkeit, wie sie zum Beispiel die menschliche Haut besitzt. Wer sein Smartphone nutzen möchte, ohne in der Kälte ständig einen Handschuh auszuziehen zu müssen, muss sich spezielle Modelle mit leitfähigen Fasern oder leitfähigem Material an einzelnen Fingerspitzen zulegen.



»Der Würstchen-Trick:
Für Abhilfe bei der Smartphone-Freiluftbedienung im Winter sorgen aber nicht nur derartige Spezialhandschuhe mit leitfähige Fasern. Es gibt auch deutlich exotischere Lösungsansätze: 2010 machte ein Pressebericht die Runde, dass kältegeplagte südkoreanische Smartphone-Nutzer in Plastikfolie verpackte Snack-Würstchen als Eingabehilfe nutzten, da diese offenbar eine ähnliche Leitfähigkeit wie Finger hatten. Das deutsche Technik-Portal chip.de stellte daraufhin bei einem eigenen Testlauf fest, dass auch ein Bifi-Würstchen funktionierte. Es hinterließ allerdings einen fettverschmierten Bildschirm.

Autor: dpa/AFP