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Skype, Jabber, Google Talk, ICQ

Die besten kostenlosen Instant Messenger

Instant Messaging ist eine ideale Methode, um sich in verteilten Projektteams schnell auszutauschen. Wir stellen die zehn besten Tools vor.

Es gibt Experten, die E-Mail als Auslaufmodell der technikgestützten Kommunikation sehen. Die Zukunft gehört ihrer Meinung nach dem Gedankenaustausch in Echtzeit und somit unter anderem dem Instant Messaging (IM). Unabhängig davon, ob diese Theorie zutrifft - Instant Messaging ist eine ideale Methode, um sich in verteilten Projektteams schnell auszutauschen. Der Nutzer erhält in der Regel sofort eine Reaktion auf seine Anfrage und nicht erst nach Stunden oder Tagen, wie das beim Mailen häufig der Fall ist. Besonders hilfreich ist dabei die Präsenzinformation: Der Anwender sieht, ob sein Kommunikationspartner überhaupt erreichbar ist.

Auf dem Markt gibt es ganze Reihe von kostenfreien Instant-Messaging-Diensten. Die Wahl des Nutzers dürfte wohl vor allem davon abhängen, welchen Dienst die Mehrzahl der potenziellen Kommunikationspartner verwendet. Es gibt aber sogar Angebote, die verschiedene Instant-Messaging-Services miteinander verbinden.

In der Regel lassen sich Lösungen über Clients nutzen, die der User auf dem Desktop installiert. Die meisten IM-Programme laufen auch auf mobilen Endgeräten.

Skype

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Skype ist vor allem dafür bekannt, dass User mithilfe des Dienstes kostenlos miteinander telefonieren können. Doch Skype bietet auch Instant Messaging. Der Anwender legt einen Account an und installiert den Client auf seinem Rechner. Anschließend kann er mit allen Nutzern chatten, die ebenfalls bei Skype angemeldet sind. Der Service stellt die üblichen Instant-Messaging-Funktionen zur Verfügung wie etwa Präsenzinformation oder das Protokollieren der Chats. Neben reinem Text kann der Anwender auch Dateien verschicken. Er kann außerdem seinen Bildschirm für andere freigeben - etwa bei Präsentationen.

Die Grundfunktionen sind kostenlos. Wer via Skype allerdings ins Festnetz telefonieren oder SMS senden möchte, der muss die entsprechenden Tarife zahlen. Skype bietet außerdem spezielle Business-Features für den Einsatz in Unternehmen an.

Der Service ist auch für mobile Plattformen wie Android und das iPhone-Betriebssystem verfügbar.

Yahoo Messenger

Die Möglichkeit zur Internettelefonie bietet auch der Yahoo Messenger. Daneben kann der Nutzer mit einer Reihe von Funktionen rund um das Thema Instant Messaging arbeiten. Dazu zählen zum Beispiel Instant-Messaging-Konferenzen. In einem virtuellen Raum können mehrere Personen gleichzeitig per IM-Technologie miteinander kommunizieren. Daneben lässt sich die Lösung auf vielfältige Weise personalisieren - etwa durch verschiedene Layout-Designs oder Sound-Effekte.

Die Chat-Partner müssen nicht zwingend einen Yahoo-Account besitzen. Der Yahoo Messenger lässt sich auch mit den IM-Lösungen Windows Live Messenger, Reuters Messaging sowie Lotus Sametime verbinden.

Mithilfe des Yahoo Messenger kann auch auf dem iPhone gechattet werden. Allerdings bietet die iPhone-Version deutlich weniger Funktionen als die Windows-Variante.

Windows Live Messenger

Wie viele der anderen bekannten IM-Dienste umfasst auch der Windows Live Messenger eine breite Palette an Kommunikationstechnologien. Neben Instant Messaging können Nutzer über das Internet telefonieren, Webkonferenzen aufbauen und Dateien austauschen. Die Lösung lässt sich mit sozialen Netzwerken und dem Yahoo Messenger verknüpfen.

Der Windows Messenger ist der Nachfolger des MSN Messengers und stellt eine ganze Reihe neuer Funktionen zur Verfügung. Unter anderem kann der Nutzer die Software für den Fernzugriff auf den eigenen Computer einsetzen, wenn es die Systemeinstellungen des Rechners zulassen.

Der Windows Messenger lässt sich auf mobilen Endgeräten wie Windows-Smartphones und dem iPhone nutzen.

AOL Instant Messenger (AIM)

Ein weiteres recht bekanntes IM-Programm ist der AOL Instant Messenger (AIM). Die Lösung bietet die klassischen IM-Funktionen. Nutzer können in virtuellen Räumen auch mit mehreren anderen Usern gleichzeitig chatten. Dabei ist es möglich, mit Anwendern des IM-Dienstes ICQ zu kommunizieren, der bis vor kurzem ebenfalls AOL gehörte. Kontakte aus Facebook und Google Talk lassen sich in den AIM einbinden. Neben Textnachrichten können die Nutzer auch Bilder austauschen.

Mit dem AIM lässt sich auch auf mobilen Endgeräten arbeiten. Unterstützt werden das iPhone und das iPad, der Blackberry sowie Android-Smartphones.

ICQ

ICQ ist der älteste Instant-Messaging-Dienst und bereits seit den 90er Jahren auf dem Markt. Er war bis 2010 in Besitz von AOL, bevor er an das russische Unternehmen Mail.ru Group verkauft wurde. ICQ bietet die üblichen Möglichkeiten, um Textnachrichten zu verschicken. Die Lösung erinnert jedoch eher an die Plattform für ein soziales Netzwerk. So lassen sich zum Beispiel Kontakte und Inhalte aus Facebook importieren. Daneben gibt es Sprach- und Video-Chat sowie Multi-Chat - also die IM-Kommunikation mit mehreren Usern gleichzeitig. ICQ unterstützt die gängigen mobilen Plattformen.

Google Talk

Deutlich weniger Funktionen als viele andere IM-Programme stellt Google Talk bereit. Die Anwender haben die Möglichkeit, Textnachrichten zu empfangen sowie zu verschicken und per Voice over IP mit anderen Usern zu telefonieren. Zudem können Audio-Konferenzen gestartet werden, an denen mehrere Nutzer teilnehmen. Die Instant-Messaging-Technologie basiert auf dem quelloffenen IM-Protokoll XMPP. Google Talk lässt sich somit nicht nur mit dem Google-Client, sondern auch mit einem anderen XMPP-Frontend verwenden.

Die Lösung ist auch für Smartphones verfügbar.

Jabber

Ebenfalls mit XMPP arbeitet der IM-Dienst Jabber. Für den Service gibt es keinen eigenen Client. Stattdessen lassen sich alle IM-Programme, die XMPP unterstützen, als Frontend für Jabber verwenden. Die Jabber-Community arbeitet aber daneben an einem Web-Client. Über das quelloffene Protokoll kann der Anwender auch mit Nutzern anderer IM-Dienste kommunizieren. Auch die Kontakte aus anderen IM-Plattformen können importiert werden. Neben Textnachrichten lassen sich über Jabber außerdem Dateien austauschen.

BigAnt

Auf den geschäftlichen Einsatz von Instant Messaging ist BigAnt ausgerichtet. Neben dem klassischen Instant Messaging gehören Business-Funktionen zu der Lösung. So lässt sich der Verzeichnisdienst Active Directory integrieren. Verschiedenen Nutzern können zentral bestimmte Rollen und Zugriffsrechte zugewiesen werden. Die Professional-Version ermöglicht außerdem Dokumentenmanagement und Desktop-Sharing.

Der Standard-Dienst ist bis zu zehn Nutzern kostenfrei. Alle weiteren Angebote einschließlich der Professional-Version sind nur gegen Bezahlung erhältlich.

Eine mobile Variante von BigAnt ist für den Blackberry verfügbar.

Meebo

Eine einheitliche Oberfläche für eine Reihe verschiedener IM-Dienste stellt Meebo zur Verfügung. Die Software führt unter anderem Windows Live Messenger, Yahoo Messenger, AIM, Jabber und Google Talk zusammen. Nachdem der Nutzer einen Account angelegt hat, kann er die verschiedenen IM-Plattformen auswählen. Auf diese Weise kann er über einen einzigen Client mit seinen sämtlichen Kontakten kommunizieren - auch wenn sie bei unterschiedlichen Diensten registriert sind.

Neben der Desktop-Version gibt es Meebo auch für Android-Smartphones sowie das iPhone.

Nimbuzz

Ähnlich wie Meebo funktioniert auch Nimbuzz. Die Lösung dient als einheitlicher Client für verschiedene IM-Plattformen. Neben den gängigen IM-Diensten lassen sich soziale Netzwerke wie Facebook oder MySpace eibbinden. Die Anwender können via Instant Messaging Textnachrichten austauschen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, über das Internet zu telefonieren. Kleiner Nachteil: Wer einen Account anlegen möchte, muss dabei auch eine Handy-Nummer angeben.

Die Mobil-Version von Nimbuzz unterstützt die gängigen Plattformen wie Symbian, Android und iOS. (sh)

© IDG / In Zusammenarbeit mit computerwoche.de

Autor: Simon Hülsbömer